Sprudel und Wolfsrudel – #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Dies ist mein Beitrag für diese Woche.

Thema ist diesmal:
Schreibe eine Geschichte und lasse folgende Wörter mit einfliessen September, Flosse, Sprudel, Gekicher, Freitag

Es war nun September, und der Bach kühlte sich schon langsam ab, floss aber noch ein bisschen schneller als vor dem Regen. Seit ein paar Tagen regnete es immer wieder in dem Wald, vor allem vormittags. Dies bewirkte, dass sich an manchen Steinen im Bach Sprudel bildeten, aus denen Bläschen aufstiegen.

Das Wolfsrudel Bachsprudel nannte sich so, weil es immer gerne an solchen Sprudeln auf Beutefang ging.

In den letzten Tagen sahen sie nur eine bräunliche Flosse, die immer wieder in dem sprudelnden Wasser und den Wassertropfen in der Luft undeutlich zu erkennen war.

An einem Freitag kam eine Gruppe Kinder an den Bach, wanderte mit ihrer Lehrerin neben ihm entlang. Das Gekicher dieser Kinder drang bis zu den Wölfen vor, die sich daraufhin im Gebüsch versteckten. Dies taten sie gerne, weil sie auf diese Weise ungesehen die Menschen beobachten konnten. Der Bach stand immer noch hoch von dem Regen und bildete noch ein paar Sprudel.

In einem dieser Sprudel war wieder eine Flosse zu sehen, und Frau Klarbach, die Lehrerin, erklärte dazu:
„Hier sehr ihr eine raffinierte Bachforelle, die sich gerne im Sprudel versteckt – und dies kann ein Zeichen dafür sein, dass sich Wölfe in der Nähe aufhalten! Aber auch diese verstecken sich am liebsten vor uns Menschen.“

Doch nun bückten sich einige der Kinder, um eventuell etwas im Unterholz zu entdecken. Und ein Mädchen mit rotblonden Haaren und einer roten Jacke sagte leise:
„Dort hinten habe ich eine Pfote gesehen – sah nach einem Wolf aus!“

Ihre Klassenkameradinnen und Kameraden blickten in die Richtung, in die sie deutete, wagten sich aber nicht weiter vor.

Nur Jan, dessen Vater Jäger war, ging ein paar Schritte, sagte dann aber:
„Du musst dich geirrt haben, Ruth Kapmann – du Rotkäppchen!“

Diese erwiderte:
„Gar nicht!“

Sie sprang ins Gebüsch, bog ein paar Zweige zur Seite – und jetzt sprang ein Wolf daraus hervor, direkt auf die Flosse in dem Sprudel zu!

Die Kinder und ihre Lehrerin schauten ihm gebannt nach, wie er ins Wasser platschte – völlig umsonst, denn die Forelle sprang ihm davon, war dafür einen Moment lang gut sichtbar, mit ihren braun schimmernden Schuppen und Flossen.

„Bleibt ganz ruhig stehen!“, sagte die Lehrerin möglichst leise zu den Kindern.

Aber der Wolf heulte nur kurz auf, tastete sich ans Ufer zurück, schüttelte möglichst viel Wasser ab und sprang dann wieder ins Gebüsch.

„Man muss nur Respekt vor diesen Tieren haben“, sagte Ruth Kapmann zu ihren Klassenkameradinnen und Kameraden. „Und wir sollten sie schützen!“

Dazu nickte die Lehrerin und führte ihre Klasse den Weg zurück, auf dem sie gekommen waren.

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