Versuchter Neustart ins Glück – #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Dies ist mein Beitrag für diese Woche.

Thema ist diesmal:
Schreibe eine Geschichte und lasse folgende Wörter mit einfliessen: Neustart, Glück, Liebe, Hindernisse, Mut

„Der Neustart ins Glück wird nicht ohne Hindernisse erfolgen!“

Dies sagt die alte Nonne an der Weggabelung, an die Lilfe, die Elfe ohne Flügel, nun gelangt ist. Diese Flügel hat sie neulich verloren, als sie im Spätherbst auf ein paar herabgefallenen Blättern in einem Garten eingeschlafen war. Diesen Garten hätte sie für die Himbeeren und Erdbeeren des nächsten Jahres vorbereiten sollen, indem sie über ihn flog und ihren selbst geschaffenen Fruchtbarkeitsstaub über der Erde ausstreute.

Stattdessen hatte sie sich erst einmal hingelegt, weil sie an dem Tag irgendwie müde war, und war auf den Blättern eingeschlafen. Währenddessen hatten eine schwarze Fee und ein Kobold allerhand Dornen und Nadeln auf der Erde verteilt, womit sie einen Zauber auf den Garten legen wollten, durch den im Folgejahr Brombeeren und Wacholderbeeren dort wachsen sollten.

Auch Lilfe hatte dabei eine vollkommen schwarze Färbung angenommen. Und ihre Flügel waren beim Aufstehen an einigen der Dornen und Nadeln hängengeblieben und lösten sich anschließend in Luft auf. Dies war ein alter Kriegs-Zaubertrick von früher, wenn verschiedene Gruppen von Elfen, Feen und Kobolden sich länger stritten.

Es gibt aber auch schon lange eine Möglichkeit, neue Flügel zu erhalten. Und einer der Orte, an denen dies möglich ist, befindet sich über der Gigawellenbucht.

„Besonders der Weg über die Brücke wird Mut erfordern!“, sagt die Nonne noch, bevor sie Lilfe den richtigen Weg zu dieser Bucht weist.

Dieser Weg besteht zunächst hauptsächlich aus Steinen, erst nach etwa einem Kilometer wird er zu feuchtem Sand.

„Von diesem Sand soll ich also zwei Handvoll ins Meer streuen!“, sagt sich Lilfe, denn hierzu hatte ihr ein Mönch am Vortag geraten.

Langsam sind auch schon der Wind und der salzige Geruch des Meeres zu spüren, aber auch die Wellen, die gegen die Klippen der Bucht donnern. Zu sehen ist aber in der Ferne nur eine weite Felswand.

Einen weiteren Kilometer weiter hat die Elfe zwei Handvoll Sand beisammen, und schon zeigt sich hinter einem Felsspalt das Meer.

Hinter diesem Felsspalt zeigt sich auch schon das eine Ende der Hängebrücke, die aber so schmal ist, dass nur eine Person auf ihr gehen kann, und die zudem ziemlich stark in dem Wind schwankt.

„Wenn ich doch nur meine Flügel schon wieder hätte!“, sagt sich Lilfe. Aber es hilft nichts, sie muss sich auf der Brücke ein paar Schritte vortasten, gegen den Wind. Daher müssen es noch ein paar Schritte mehr sein, damit der Sand nicht fortgeweht wird, bevor er das Meer erreicht.

„Am besten stelle ich mich jetzt mit dem Rücken gegen den Wind!“, sagt sie sich. So kann der Sand tatsächlich eine kurze gerade herabfallen – und als er tiefer als ihre Füße gefallen ist, kommt eine besonders hohe Welle herbei, die den Sand gleich auffängt – dann aber wieder zurück schwappt!

Lilfe sieht sich um – und jetzt hält sie neuen Fruchtbarkeitsstaub für Himbeeren und Erdbeeren in Händen!

Sie kann also ihren Garten nochmals befruchten, muss aber wohl den Rückweg von zwei wieder zu Fuß zurücklegen.

Als sie aber nach diesen zwei Tagen an den Garten zurückgelangt, wühlt sich dort ein Maulwurf durch die Erde. Da bleibt Lilfe erst einmal stehen.

Doch der Maulwurf spricht zu ihr:
„Elfe, wirf deinen Staub einfach zu mir in den Boden! Dies ist dann ein Zeichen der Liebe zwischen dem Meer und dem Garten!“

Dies tut Lilfe zunächst vorsichtig mit ein paar wenigen Samen, die zu ihrem Staub gehören – doch jetzt spürt sie etwas an ihrem Rücken wachsen.

Da wirft sie dem Maulwurf ihren restlichen Staub zu. Und nun wachsen ihr Flügel, die sich besser anfühlen, als jemals zuvor ihre anderen Flügel!

Währenddessen verkriecht sich der Maulwurf, und die Löcher in der Erde schließen sich.

Da sagt sich Lilfe:
„So kann ein neues Jahr für uns kommen!“

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