Adventsgeburtstag mit Bonbons – #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Dies ist mein Beitrag für diese Woche.

Diesmal kam es mir in den Sinn, zwei Themen zu verknüpfen:
Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Christian freute sich so sehr auf die Adventszeit, doch…“ beginnt. Schreibe eine Geschichte und lasse folgende Wörter mit einfliessen: Husten, Unsinn, Geburtstag, freudig, Süssigkeiten

Christian freute sich so sehr auf die Adventszeit, doch war ihm bewusst, dass die Coronakrise auch in diesem Jahr viele unmöglich machen würde.

Geboren war er einst an einem zweiten Adventssonntag, und in diesem Jahr fielen abermals der zweite Advent und sein elfter Geburtstag zusammen. Üblicherweise bekam er schon an diesem Tag einen Haufen Süßigkeiten, die er dann innerhalb kurzer Zeit freudig verspeiste, aber auch mit seinen Geschwistern und Freunden teilte.

Dies sollte eigentlich auch in diesem Jahr möglich sein, auch wenn es keine Weihnachtsmärkte gab. Im kleinen Kreis ging trotzdem noch vieles.

Es kam dann aber so, dass ihn zwischen erstem und zweitem Advent ein Anfall von Husten überkam, er minutenlang nicht sprechen konnte. Schon hatte er seine grünen Kleidungsstücke herausgesucht, die er immer gerne in diesen Wochen trug und die zu seinen blonden Haaren passten. Da hörte er seine Eltern abends durch die Tür vom Flur zum Wohnzimmer reden:
„Diesmal werden wir ihm Hustenbonbons zum Geburtstag schenken müssen!“
„Ja, und neulich habe ich auch welche entdeckt, die ihm sogar schmecken könnten! Wird schon kein Corona sein.“

Wie seine Mutter richtigerweise sagte, waren Hustenbonbons meistens nicht nach Christians Geschmack.

In seinem Kinderzimmer hatte er sich vor längerer Zeit schon eine geheime Ecke festgelegt, in die er sich nun stellte, mit dem Blick schräg aufs Fenster, durch das er auf drei Bäume in der Abenddämmerung blickte – also eine Birke, umgeben von zwei Tannen. Auf deren Ästen lag schon ordentlich Schnee.

Jetzt flüsterte er, wobei er seine Hände faltete:
„Ihr adventlichen Mächte, wenn ich schon Hustenbonbons zum Geburtstag bekomme, soll es wenigstens noch etwas geben, womit ich in der Schule Unsinn machen kann!“

Es kam der zweite Adventssonntag, und gleichzeitig Christians Geburtstag.

Auf dem Esstisch standen der Adventskranz mit zwei Kerzen sowie ein Schoko-Karamell-Kuchen mit elf Kerzen, die ihren Duft verströmten. Ein wenig musste Christian dabei immer noch husten, für einen kurzen Moment sogar stärker.

Da sagte seine Mutter:
„Öffne jetzt schon mal dieses Geschenk!“

Sie reichte ihm ein unförmiges Etwas, eingehüllt in Geschenkpapier, das er nun aufriss.

Und zum Vorschein kam eine Tüte mit der Aufschrift UNSINNBONBONS, gefüllt also mit vielen Bonbons mit der gleichen Bezeichnung.

Da musste er sogleich die Tüte aufreißen und einen dieser Bonbons probieren. Tatsächlich schmeckte er unerwartet süß, erzeugte aber auch ein wohliges Gefühl im Rachen und Hals.

Gleich musste er seinem Bruder und seinen zwei Schwestern je einen davon abgeben, bei der Feier nachher auch seinen Freunden.

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