Geste einer Tanne im Nebel – #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Dies ist mein Beitrag für diese Woche.

Thema ist diesmal:
Dichter Nebel liegt nun bereits seit Wochen über deiner Stadt. Beschreibe die Stimmung.

Es bleibt nass und kalt in diesem November. Nachts sinkt die Temperatur auf wenig unter null Grad oder bleibt ein wenig über null, tagsüber mag es so fünf bis sieben Grad mild werden.

Der Nebel bleibt hartnäckig, hält sich nun schon so viele Tage, wabert schön über den Flüssen. Die Spitzen des Doms ragen jetzt gerade, um die Mittagszeit, aus ihm heraus, manchmal waren auch sie schon in ihm verschwunden. Das Läuten der Glocken kann da schon ein bisschen gespenstisch klingen, besonders bei derjenigen mit dem tiefsten Ton!

Zum Glück ist die Stadt nicht so groß, andernfalls könnten sich viele Abgase und andere Schadstoffe in der Luft halten.

An der Straße kommen von ferne Lichter auf mich zu – man sollte meinen, Irrlichter, die sich selbstständig bewegen. Als sie ganz nahe sind, ist natürlich zu erkennen, dass sie von einem Auto herrühren!

Wieder unten am Fluss, blicke ich hoch zu den Bäumen. Von den Laubbäumen sind die Blätter schon größtenteils abgefallen. Nur die Tannen auf den Hügel haben natürlich noch ihre Nadeln, sehen in dem Neben allerdings auch nicht grün, sondern eher grau aus. Drei weiter entfernte Fichten ragen sogar wie drei Eisenspitzen in die Höhe.

Jetzt scheint dort oben ein wenig Wind aufzukommen, denn ein paar Tannenzweige bewegen sich – und einer vollführt eine Bewegung, als wolle er mich zu sich her winken!

Da mag man sich einen Geist vorstellen, der dort oben in dem Wäldchen haust – genauso gut kann man sich freilich auch denken, dass diese „Geste“ des Zweiges einfach nur eine Bewegung war, die der Wind aus purem Zufall verursacht hat. Interessant wäre es, sich auszumalen, was die Menschen in früheren Zeiten beim Heimkommen aus einem solchen Wetter erzählt haben mögen!

Ich jedenfalls schlendere jetzt einfach weiter; vielleicht mache ich ja dabei noch eine Entdeckung …

2 Gedanken zu “Geste einer Tanne im Nebel – #WritingFriday

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