Was man auf dem Friedhof so alles findet- #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Dies ist mein Beitrag für diese Woche.

Thema ist diesmal:

Sommerferien – Moritz muss zu Hause bleiben. Doch davon lässt er sich die Laune nicht verderben, zusammen mit seinen Freunden bauen sie (…eigene Idee…) – erzähle uns was sie bauen und wie sie den Sommer damit / darin verbringen.

Der Beitrag knüpft an einen vorherigen an.

Bald nachdem Familie Weißjäger in ihr neues Heim gezogen war, brachen schon die Sommerferien an. Eine Urlaubsreise konnten sie sich diesmal allerdings nicht leisten, dafür hatte der Umzug zu viel Geld verschlungen. Auch ließ die Coronakrise das Reisen nur in beschränktem Umfang zu.

Doch dies hielt die Kinder Marceline und Moritz nicht davon ab, auf allerhand andere Ideen zu kommen.

Dazu lud Moritz ein paar Jungs ein, die er in den letzten Wochen kennengelernt hatte.

Mit ihnen ging er in den Garten, der an den Friedhof grenzte und zeigte auf den Zaun, der beide Grundstücke voneinander abgrenzte.

„So nah an den Toten wohnt ihr?“, fragte Wilhelm, ein blonder Junge aus der Umgebung, und Luigi, ein Junge mit schwarzen Haaren, meinte:
„Könnt ihr euch mit denen ja schon unterhalten!“

„Das wollten wir schon probieren, haben es aber noch verschoben“, erwiderte Moritz. „Dazu könnten wir auch meine kleine Schwester brauchen.“

Und er rief nach oben, in Richtung eines bestimmten Fensters:
„Marceline, kommst du mal bitte?“

Kurz darauf kam Marceline herbeigerannt und fragte:
„Heckt ihr jetzt irgendwas aus?“

Und ihr Bruder sagte:
„Wir könnten jetzt deine scharfen Augen gebrauchen! Also, siehst du dort auf dem Friedhof etwas Besonderes?“

Marceline strengte ihre dunklen Augen an, schüttelte dann aber den Kopf.

„Vielleicht später“, sagte sie und blieb im Garten stehen, während die Jungs umherrannten. Nach einer Weile aber rief sie die Jungs herbei und erklärte ihnen:
„Jetzt habe ich etwas entdeckt – und zwar ein Licht in einem der roten Behälter, das kurz von allein aufflackerte!“

Sofort rannten die Jungs zu einem der Löcher im Zaun und dann zu der Stelle, auf die Marceline zeigte. Tatsächlich lag dort einer der roten Plastikbehälter mit einer Kerze im Gebüsch.

Daraufhin vernahmen sie eine Stimme, die Moritz als die des verstorbenen Pfarrers wiedererkannte:
„Ihr solltet in eurem Garten ein Häuschen bauen. Dessen offene Seite soll auf den Apfelbaum zeigen, damit die Geister von diesem Friedhof nachts wieder etwas anderes sehen können als nur Gräber!“

„Wie sollen wir das machen?“, fragte Moritz, worauf die Stimme des Pfarrers weitersprach:
„Dafür könnt ihr etwas von hier mitnehmen – seht einmal, was hier so alles herumliegt!“

Die Jungs entdeckten drei dünne Steinplatten, die verstreut auf dem Boden lagen.

Dazu sagte die Stimme des Pfarrers:
„Mit den dünnen Platten könnt ihr euer Häuschen abdecken. Über Nacht werden ein paar schwerere Steine zu euch hinüber fliegen, dafür sorgen ein paar Geister. Zusammenbauen müsstet ihr das Häuschen aus den Steinen dann selbst, dafür dürft ihr es tagsüber nutzen, wenn ihr besonders kühlen Schatten braucht! Nur gegen Mitternacht und etwa drei Stunden vorher und nachher möchten die Geister der Toten das Steinhäuschen für sich haben! “

Am nächsten Tag lagen dann wirklich ein paar schwerere Steine auf dem Rasen. Doch sie waren noch so beschaffen, dass sie die Jungs, zu denen auch noch drei weitere gestoßen waren, aufstellen konnten. Und die dünnen Platten legten sie obendrauf.

Der folgende Tag wurde heiß; und jetzt konnten die Jungs feststellen, dass es unter diesen Steinen tatsächlich sehr angenehm blieb, kühler als im Schatten des Apfelbaums. So konnten sie auch eine längere Hitzewelle aushalten!

2 Gedanken zu “Was man auf dem Friedhof so alles findet- #WritingFriday

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