Fuchs unterm Apfelbaum am Friedhof – #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Dies ist mein Beitrag für diese Woche.

Thema ist diesmal:

Schreibe eine Geschichte und lasse folgende Wörter mit einfliessen: verbunden, Apfelbaum, Fuchs, Heisshunger, bittersüss

Bittersüß war der Blick über den Garten hin zum benachbarten Friedhof, dachte sich die Familie Weißjäger, die gerade in diese Vorortsiedlung gezogen war. Auf seltsame Weise schien der Garten mit dem Friedhof verbunden.

Mittendrin auf der Gartenwiese stand ein Apfelbaum, und unter diesem hatte es sich in der Mittagssonne ein Fuchs gemütlich gemacht. Wohl seit langem schon war er nicht mehr von Menschen gestört worden. Die Wiese schien auch schon sehr lange nicht mehr gemäht worden zu sein.

Zu erkennen war der Fuchs trotzdem, zumindest von Marceline, der Tochter mit den scharfen Augen. Sie erspähte den Fuchs unter dem Baum und deutete dann auf ihn.

Daraufhin sagten ihre Eltern:
„Du solltest ihm aber nicht zu nahe kommen!“
„Sonst scheuchst du ihn davon!“

Im Laufe des Tages konnten Marceline und ihr älterer Bruder Moritz aber nicht widerstehen, immer wieder nach dem Fuchs Ausschau zu halten. Zum Glück waren die Äpfel noch nicht reif.

Als die beiden am Zaun entlangliefen, der den Garten in einem Quadrat umgab und auf der Seite gegenüber vom Haus an den Friedhof grenzte, vernahmen sie eine Stimme:
„Kommt gerne näher heran, an unsere Gräber!“

Da zuckten die Geschwister zusammen, doch die Stimme sprach weiter:
„Keine Angst; ich bin der Geist des letzten Pfarrers und von den Geistern auf diesem Friedhof zu ihrem Sprecher gewählt worden! Wir freuen uns nämlich über Nachbarschaft, auch von Tieren!“

„Meinen Sie jetzt den Fuchs dort unter dem Baum?“, fragte Marceline, worauf der Geist des Pfarrers erwiderte:
„Ja, unter anderem. Dieser Fuchs sucht schon seit letztem Jahr gerne diesen Ort auf. Immer wieder graben sich Maulwürfe unter dem Zaun durch und tauchen auf eurem Grundstück auf, und viele Mäuse flitzen nachts bei uns umher, und immer wieder schlüpft eine durch eine der losen Maschen des Zauns.“

„Da sehe ich eine Maus, auf unserer Seite des Zauns!“, rief Marceline aus; und ihr Bruder versuchte mit Gesten in Richtung des Fuchses, diesem klarzumachen, wo gerade eine Maus zu bekommen war. Doch der Fuchs blieb unter dem Apfelbaum liegen.

Da meinte die Stimme des Geistes:
„Er verspürt keinen Heißhunger – er findet hier immer genug Nahrung. Aber früher oder später wird er fressen! In der Dämmerung müsst ihr euch einmal auf die Lauer legen!“

Doch jetzt wurden die Kinder von ihren Eltern ins Haus gerufen.

Es wird eine weitere Geschichte von diesem Schauplatz folgen.

2 Gedanken zu “Fuchs unterm Apfelbaum am Friedhof – #WritingFriday

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