#Writing Friday – Rückkehr der Störche in den …

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Thema ist diesmal:

Frühlingsgefühle – schreibe aus der Sicht eines jungen Vogels, der gerade aus dem Süden zurückkehrt. Was hat er im Süden erlebt und wer ist die junge Vogeldame an seiner Seite?

„Sind wir nun zu früh oder zu spät aus Afrika heimgekehrt?“, fragte Rubiciconia, die junge Störchin, als sie und Fradebar, ihr Gefährte, wie sie ein Weißstorch, auf eine Krähe und einen Raben trafen.

„Eigentlich ist jetzt die Tag- und Nachtgleiche, das spüren wir doch!“, erwiderte Fradebar.

So viel Schnee lag auf den Dächern, und aus dem Himmel fielen weitere Flocken.

„Vor einem Monat hatten wir schon ordentlich Frühling hier, da seid ihr vielleicht zu spät gekommen!“

Dies sagte die Krähe, und der Rabe ergänzte:

„Vielleicht seid ihr aber auch zu früh – der Schnee wird noch eine Weile liegenbleiben, das spüre ich!“

„Wenigstens sieht uns so kein Jäger!“, meinte Rubiciconia; und Fradebar erklärte dazu:
„Tatsächlich konnten wir einmal, weiter im Süden, ein paar Vogeljägern nur ganz knapp entkommen!“

„Tief im Süden von Afrika haben wir uns getroffen; und gemeinsam sind wir die gesamte Strecke, über den ganzen Kontinent, geflogen!“

„Und haben dabei viele interessante Vögel getroffen, die ihr hier noch nie gesehen habt! Einige haben ganz tiefe Schnäbel, andere stehen auf einem Bein im Wasser!“

„Da gratuliere ich euch“, sagte der Rabe, und die Krähe ergänzte:
„Aber hier war es währenddessen auch schön ruhig, als so viele andere Tiere weggeflogen waren oder sich zurückgezogen hatten, wir die Landschaft mit der standhaften Minderheit teilen konnten!“

„Würdet ihr euch denn freuen, wenn wir Nachkommen ins Land bringen?“, fragte Fradebar, wozu Rubiciconia ergänzte:
„Wer weiß, was bald wahr werden wird!“

Da erwiderten die Krähe und der Rabe:
„Wer es glauben will, dass ihr wirklich alle Nachkommen bringt – denen könnten wir davon erzählen!“
„Aber lasst uns dann mit euch feiern – meinetwegen auch bei echtem Frühlingswetter!“

Da sahen sich Rubiciconia und Fradebar an und nickten dann, wobei sie ihre langen Schnäbel erst ganz nach oben reckten und anschließend tief nach unten.

Elfengedanken im Regen – #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Thema ist diesmal:
Schreibe eine Geschichte und lasse folgende Wörter mit einfliessen: Flirten, Lächeln, durchschaut, grossartig, hibbelig

Als der Kobold Schneeregbold auf den Regen draußen blickte, wurde er schon hibbelig. Da betrachtete er, wie um sich abzulenken, seine langen, durchsichtigen Fingernägel, mit denen er sich durch seine ebenfalls durchsichtigen Haare strich. Ganz durchsichtig waren diese Haare allerdings auch nicht, sondern ließen seine helle Haut darunter in einem leichten Schwarz schimmern, ebenso seine hellen Augen, wenn er sich die Haare über die Stirn strich.

Der Schneefall in der Nacht war großartig gewesen, da hatten die Elfen des Spätwinters noch einmal ein paar kleine Skulpturen im Schnee formen können, die dann im Laufe des Vormittags dahin schmolzen. Aber gerade während dieses Schmelzens setzten sie zahlreiche Gedanken der Elfen frei und sandten sie in die Luft. Da hatte er zunächst ein Lächeln aufgesetzt, freute sich schon darauf, die Gedanken der Elfen zu lesen.

Aber wenn der Schnee in Regen überging, bestand die Gefahr, dass diese Elfengedanken mit den Regentropfen zur Erde fielen!

Doch es fiel ihm nicht schwer, das Geschehen draußen von seiner Hütte aus zu analysieren – denn seine Augen waren so beschaffen, dass er erkennen konnte, was die Regentropfen außer Wasser sonst mit sich führten. Hin und wieder nämlich nahmen die Tropfen auch etwas Spirituelles in ihre Aura auf, die jeden einzelnen von ihnen umgab.

Und so hatte Schneeregbold schon bald durchschaut, was für Elfengedanken manche Regentropfen in sich aufgenommen hatten. Und einer sandte ihm eine Botschaft zu, die ihn lächeln machte: Ein paar hundert Meter entfernt stand eine weiße Elfe, die besonders viele Kunstwerke aus dem Schnee geformt hatte und nun etwas wehmütig zusah, wie der Schnee wieder dahin schmolz. Ein Wesen wie ein Kobold würde sie aufheitern können!

Da trat Schneeregbold nach draußen in den Regen und eilte in die Richtung, die ihm die Regentropfen vorgaben. Und bald schon erblickte er in einiger Entfernung, hinter einem Hügel, eine weiße Elfe, die zu Schneeregbolds hellem Äußeren passte.

Auch sie setzte ein kurzes Lächeln auf, als sie ihn herbei eilen sah. Da musste er wirklich mit ihr flirten! Das würde sie hoffentlich dauerhaft aufheitern.

Und tatsächlich sagte sie schon bald:
„Wir beide könnten auch die Schneeglöckchen mit Kunstwerken schmücken – beispielsweise sie mit Zäunchen aus Elfenholz umgeben!“

„Ja, das können wir gerne tun!“

Dies erwiderte er, während die Regentropfen an ihm herunter perlten und sein Gesicht in allerhand Farben brachen.

Erlebnisse einer Pusteblume – #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Thema ist diesmal:
Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Als Pusteblume hat man es nicht leicht…” beginnt.

Als Pusteblume hat man es nicht leicht, denn die Menschen, insbesondere die kleineren können nicht von mir lassen, wenn sie mich sehen!

Dann pflücken sie mich aus dem Boden, rauben mir meine Verwurzelung in der Erde, setzen mich dafür der Luft aus.

Aber auch in der Luft kann es schön sein, wie ich jetzt gerade merke. Ein paar Tage lang hatte ich Glück, da wurden nur die Pusteblumen in der Nähe des Weges gepflückt, auf dem die Menschen meist langgehen. So konnten sich in der Zeit ein paar Bienen auf mir niederlassen und meine Samen hoffentlich gut für ihre Vermehrung und ihre Produkte nutzen.

Heute aber sind ein paar Kinder den Abhang hochgerannt, haben schließlich mich entdeckt, wie ich schon in voller Blütenpracht stand!

Eines von ihnen hat mich nun gepflückt, und die anderen schauen gebannt auf mich. Offenbar war ich eine besonders schöne Pusteblume! In einiger Entfernung steht eine Ziege, sieht ebenfalls zu mir hin und meckert; ist vielleicht verärgert, dass sie mich nicht verspeisen konnte!

Ist jetzt aber doch ganz angenehm in der Luft, im lauen Wind, der nun meine Samen mit sich trägt, nachdem die Kinder ordentlich in mich hinein geblasen haben. Ich spüre alle meine Samen gleichzeitig, wie sie übers Land fliegen und sich schließlich weit verstreut niederlassen, um an diesen Stellen Nachkommen von mir wachsen zu lassen!