Lara, Clark und der gläserne Schuh – #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Diesmal habe ich zwei Monatsthemen kombiniert:
Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “In einer so unbequemen Lage war er noch nie, doch…” beginnt.

Märchenhaft – schreibe eine Geschichte zu folgender Szene: Lara geht auf einen Maskenball, dort trifft sie auf Clark – es ist Liebe auf den ersten Blick. Doch Clark ist nicht der, für den er sich ausgibt. Lüfte sein Geheimnis am Ende deiner Geschichte.

In einer so unbequemen Lage war er noch nie, doch diesmal musste sich Clark damit arrangieren. Die Aufwendungen, um ihn zu maskieren, waren umständlich, so dass er immer wieder eine unbequeme Seitenlage einnehmen musste. Vor allem war es schwierig, die Lichtbrechung so zu justieren, dass sie ihn nicht irritierte. Doch würde er am Ende wie ein Märchenprinz aussehen, das war ihm die Mühe wert!

Denn endlich fand nach der Coronakrise wieder einmal ein Maskenball statt. Dies wäre die Gelegenheit für Lara, sich endlich einmal als Lara Croft zu verkleiden, wobei sie zusätzlich einen Kriegerinnenhelm aufsetzen würde.

So fuhr sie mit der Straßenbahn in die Stadt, wo auch ein paar andere Passagiere verkleidet waren, und betrat schließlich den Rathaussaal, in dem der Maskenball vor etwa einer halben Stunde begonnen hatte. Die Wände waren mit allerhand Szenen aus Märchen bemalt.

Doch Lara hatte schon nach wenigen Momenten nur noch Augen für einen schwarzhaarigen jungen Mann, der einen Hut mit Federschmuck auf dem Kopf trug und einen kleinen, gläsernen Schuh auf der Nase, in dem sich das Licht auf schöne Weise brach. Seine Ohren sahen so echt wie große Mäuseohren aus, und hinten trug er einen so echt wirkenden Löwenschwanz, dass er dafür sicherlich eine ganze Weile ziemlich unbequem gelegen haben musste!

Sofort ging er zu Lara und forderte sie zum Tanzen auf, was sie bereitwillig annahm.

Den ganzen Abend tanzten die beiden zusammen, wurden dabei von anderen immer wieder neidisch beäugt.

Schließlich aber ging es auf Mitternacht zu; und jetzt fragte Clark:
„Wollen wir ein wenig nach draußen gehen?“
„Ja, gern!“, erwiderte Lara; und so begaben sie sich in den kleinen Park, der neben dem Rathaus angelegt war, wofür Lara auch schon einmal ihre Jacke von der Garderobe holte, da es draußen ziemlich frisch war.

Hier aber rief Clark in eine andere Richtung:
„Ihr könnt jetzt kommen!“

Und schon traten zwei Gestalten hervor, die sich vorher im Schatten eines Baumes versteckt haben mussten. Als sie näherkamen, erkannte Lara, dass es Männer mit Masken waren, die wie Hyänenköpfe aussahen!

Doch von ihrer Lieblingsspielfigur, der Lara Croft, hatte sie nicht nur das Aussehen angenommen, sondern auch einige von deren Tricks trainiert – und so streckte sie die zwei Männer, die unter ihren Masken offenbar auch nicht sehr gut sehen konnte, mit ein paar schnellen Fußtritten nieder! Wenigstens vorläufig. Jetzt galt es, möglichst schnell wegzulaufen.

Doch Clark hielt sie am Arm fest; und zwar so, dass sie ihn nicht so leicht treten konnte.

„Wer bist du wirklich?“, fragte sie; und er erwiderte:
„Nimm es nicht persönlich; aber meine Freunde und ich müssen einmal wieder den Tieren in unserem Privatzoo einen Menschen servieren! Deinen schönen Kopf sollen sie auch nicht bekommen, den bewahren wir an einem Ehrenplatz auf!“

Jetzt aber gelang es Lara, ihm mit ihrer freien Faust auf die Nase zu schlagen, und zwar auf den kleinen gläsernen Schuh, der nun in allerhand Scherben zerbrach und dabei Lichtstrahlen aussandte, die Clark kurz blendeten, so dass er die Augen schließen musste und er Lara losließ. Diese rannte nun weg, so schnell sie konnte. Zum Glück hatte sie Clark nicht ihre Adresse genannt! Aber sobald sie um ein paar Ecken gebogen war, würde sie ohnehin mit ihrem Smartphone die Polizei rufen.

2 Gedanken zu “Lara, Clark und der gläserne Schuh – #WritingFriday

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