Die Kälte und der bläuliche Feenpickel – #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Diesmal kommt folgendes Monatsthema:
Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Bitterkalt fing dieser Tag an und ich hatte die Befürchtung, dass…” beginnt.

Bitterkalt fing dieser Tag an und ich hatte die Befürchtung, dass der Weg einerseits glatt war, aber der See noch nicht ganz zugefroren. Es gab keine andere Möglichkeit, um zum Elfenhaus zu gelangen, als über diesen engen, teils steilen Pfad. Und an diesem Vormittag sollte dort der Plan für die zweite Januarhälfte besprochen werden!

Mein Haus lag an dem einen Ende dieses Weges, damit ich diese Stelle gut überwachen konnte. Meine Aufgabe war es dabei im Winter, zu kontrollieren, ob die Feen, Elfen und Kobolde auch weiß wurden, sobald sie die Grenze zur Menschenwelt passierten. Zu anderen Jahreszeiten mussten sie sich dabei mit Feenstaub oder ähnlichen Zaubermitteln vorübergehend unsichtbar machen; aber im Winter genügte es, wenn sie weiß wurden, um nicht erkannt zu werden.

Denn in Sobrenau, der nächstgelegenen Stadt, wollten die Menschen nicht an Feen, Elfen oder Kobolde glauben, sondern erschraken stets, wenn sie eine erblickten. Deshalb hatten die Elfen den Weg zu ihrem Stützpunkt in dieser Gegend auch an einem entlegenen Platz errichtet, zu dem nur ein enger, steiler Weg führte.

Für mich als Sterblichen war es aber nicht immer einfach, diesen Weg zu beschreiten, ich konnte dabei auch einmal ausrutschen. Also suchte ich mein Haus ab, in der Hoffnung, den Feenpickel zu finden, den ich einmal für besondere Wetterlagen erhalten hatte. Nach einigem Suchen fiel mir ein, dass ich ihn draußen vor das Zaungatter gelegt haben könnte, wo ich oftmals Hilfsmittel für draußen aufbewahre.

Heute musste ich allerdings erst im Schnee buddeln, bis ich schließlich etwas freigelegt hatte: Einen hellblau schimmernden Stab mit einem Haken. Ja, das war der Feenpickel!

Mit ihm begab ich mich auf den schmalen Pfad, der zunächst noch ebenerdig am See entlang führte. Dieser See trug schon eine Eisschicht, die allerdings noch nicht dick genug sein durfte, um einen erwachsenen Menschen zu tragen.

Nach etwa einem halben Kilometer aber stieg der Weg an, sah tatsächlich ziemlich glatt aus, fiel zudem an seiner linken Seite zum See hin steil ab, und auf seiner rechten Seite erhob sich eine Felswand.

Da richtete ich den Feenpickel nach oben – und tatsächlich, dessen Stab wuchs beträchtlich in die Länge, hakte sich oben fest!

Und auch mich hielt er fest, als ich ihn mit beiden Händen fasste und einen Fuß vor den anderen setzte. Der Rest des Weges wurde dann schon zu einem Spaziergang, der Stab schien mich quasi bergauf zu ziehen, auch mit meinen dicken Handschuhen!

Oben erblickte ich schon das blau-rosa schimmernde Elfenhaus, zu dem dann nur noch etwa hundert Meter durch tiefen Schnee zurück zu legen waren.

Drinnen begrüßte mich schon die Elfe Ellifer:
„Schön, dass du so gut hergefunden hast, Ennemmbold! Gibt jetzt bald auch Wichtiges zu besprechen; aber hier hast du erst einmal eine Tasse heißen Feentee!“

Fortsetzung wird bald folgen

6 Gedanken zu “Die Kälte und der bläuliche Feenpickel – #WritingFriday

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