Lara die Larvenkönigin – #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Diesmal kommt folgendes Monatsthema:
Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Von Natur aus war Lara eigentlich nicht so, doch…” beginnt.

Dies ist der neunte Teil nach sieben anderen Writing-Friday-Beiträgen:

Der Regen mit dem verheißungsvollen Bogen

Jasmin am Ende des Regenbogens

Merkwürdige Stimmungen am Ende des Regenbogens

Emma und das Schranktor

Kurt vom Schwarzweißbogen

Trix die rote Torkatze

Emma am Meer

Emmas Rückkehr mit dem Hexentrank

Von Natur aus war Lara eigentlich nicht so, doch diesmal war sie neugierig auf das, was sich auf ihrer Wiese tat. Hier war sie seit Jahren schon die Königin der Larven, wachte mit ihrem grünschwarz gestreiften, etwa zehn Zentimeter langen Körper, ihren durchsichtigen Flügeln, ihren sechs Beinen und ihren sechs Köpfen darüber, dass hier alles mit rechten Dingen zuging. Dass also die Larven der verschiedenen Insektenarten friedlich schlüpften, aber auch die Bienen und andere Völker die Blütenpflanzen gut bestäuben konnten.

Heute aber war etwas anders – regenbogenfarbener Rauch stieg jenseits der Wiese auf; und dies war für Lara ein Zeichen, dort hinzufliegen!

Zwei ihrer Köpfe zog sie nach vorne; und beide Köpfe erblickten ein Schaf und einen Wolf, die gemeinsam aus der Schüssel tranken, aus der dieser Rauch in allen Farben des Regenbogens aufstieg. Danach rieben das Schaf und der Wolf ihre Köpfe aneinander; und anschließend blökte das Schaf und heulte der Wolf, aber beide blieben stehen und taten einander nichts!

Nun wollte auch Lara einmal von diesem Trank kosten.

Dafür musste sie sich aber dem Schaf zeigen, aber auch dem Wolf – und den Menschen, die drum herum standen!

Jetzt zeigte einer ihrer sechs Köpfe nach links, einer nach rechts, einer nach vorne, einer nach hinten, einer nach oben und einer nach unten – zu dem Schaf und dem Wolf, über deren Köpfen sie gerade flog. Beide hörten jetzt ihr Summen und blickten zu ihr auf, während sie zu einem Sinkflug ansetzte, um von dem Trank zu schlürfen.

Nach ein paar Schlucken konnten alle in der Umgebung ihre Sprache verstehen, sowohl die Menschen als auch das Schaf und der Wolf – das Schaf in blökenden und der Wolf in heulenden Lauten. Dabei justierte Lara ihre Köpfe in einem waagerechten Kreis um ihren Leib, so dass sie alle Menschen und Tiere um sich herum gut sah, die wiederum alle zu ihr hinstarrten, nachdem sie ganz laut gesummt hatte.

Und Lara sprach:
„Ihr Schafe und Wölfe müsst jetzt auf der Wiese im Wald darauf achten, dass die Bienen und andere Insekten die Blüten der Pflanzen gut bestäuben, so dass die anderen Tiere dort gute Nahrung finden!“

Grasverstecker das Schaf blökte laut, und Lupluvi der Wolf heulte weithin hörbar.

Lara fuhr fort:
„Ihr Menschen könnt in einem Jahr wieder hierher kommen, sobald neuer Honig gereift ist! Denn wenn die Bienen und die Schafe und Wölfe ihre Arbeit gut machen, wird es ein ganz besonderer Honig werden!“

Jetzt flog Lara zurück auf ihre Wiese, richtete dabei einen ihrer Köpfe wieder nach unten. So konnte sie beobachten, wie sich die Menschen unterhielten und zwei von ihnen in verschiedene Richtungen davon gingen.

So sagte Emma:
„Das Regenbogentor ruft mich zurück! Aber in einem Jahr werde ich wieder kommen!“

Und Kurt meinte:
„Mich ruft der Schwarzweißbogen zurück; zu ihm soll ich einen Becher mit dem Trank bringen!“

Jasmin reichte ihm einen Becher; und innerhalb einer langen Sekunde wurde er durchsichtig, dann war er ganz verschwunden. Gleichzeitig schien Emma durch ein unsichtbares Tor zu treten – erst war ihre Vorderseite nicht mehr zu sehen, man konnte sie aber noch undeutlich sagen hören:
„Da ist ja wieder der Wandschrank!“

Dann war auch sie gänzlich verschwunden.

Nun sagten Jasmin und Pluvinura zueinander:
„Unsere Aufgabe wird es jetzt sein, die Wiese zu bewachen!“
„Ja, du von dieser Seite, ich von der anderen!“
„Damit in Zukunft besonders guter Honig von ihr kommt, vielleicht auch noch anderes!“
„Und Wölfe und Schafe gemeinsam darauf achtgeben!“

Gleichzeitig blökte Grasverstecker und heulte Lupluvi, bevor das Schaf und der Wolf zusammen auf einen Hügel stiegen, von dem aus sie die Wiesen in der Umgebung gut beobachten konnten.

2 Gedanken zu “Lara die Larvenkönigin – #WritingFriday

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