Emma am Meer – #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.


Diesmal kombiniere ich zwei Monatsthemen:

Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Emma war verblüfft über die Weiten des Meeres, sie hätte nie gedacht…” beginnt.

Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein:  Maske, Habseligkeiten, müde, absichtlich, Widerling

Dies ist der siebte Teil nach sechs anderen Writing-Friday-Beiträgen:

Der Regen mit dem verheißungsvollen Bogen

Jasmin am Ende des Regenbogens

Merkwürdige Stimmungen am Ende des Regenbogens

Emma und das Schranktor

Kurt vom Schwarzweißbogen

Trix die rote Torkatze

Emma war verblüfft über die Weiten des Meeres, sie hätte nie gedacht, dass man wirklich so weit ohne jedes Hindernis blicken könnte.

Gerade noch hatte sie sich unter den Bauch der dreibeinigen Katze gebeugt, und schon war sie hier gelandet. Von so einer Weite hatte sie zwar andere schon erzählen gehört, aber selbst immer in den Bergen oder in der Großstadt am Fuße dieser Berge gelebt, wo die Sicht selten mehr als ein paar hundert Meter betrug.

Irgendeinen Grund musste es haben, dass irgendeine Magie sie hierher verschlagen hatte; und so wanderte sie am Ufer entlang, wobei ihr die meiste Zeit ein kühler Wind vom Meer in die Seite wehte.

Bald schon wurde sie müde und setzte sich auf einen Stein. Bei dem Wind musste sie aufpassen, dass er nicht noch ihre wenigen Habseligkeiten wegwehte, nämlich ein Halstuch und ein paar Geldscheine, die sie in einer Tasche ihrer Jeansjacke trug – sowie ein Säckchen mit Salz, das sie in einer weiteren Jackentasche trug und jetzt beiläufig in die Hand nahm.

Es stammte von Willsal, dem Besitzer eines Salzbergwerks in ihrem Heimattal. Eigentlich ein Widerling, der sich immer wieder gerne eine Maske aufsetzte, besonders wenn die Zeit der Perchten angesagt war. Häufig erschreckte er andere absichtlich, manchmal mit einem lauten Hupen nachts, manchmal auch mit einem ganz besonderen Kostüm, das wie ein Haufen Salzkristalle aussah und weithin einen fauligen Geruch verströmte. Aber als Emma aus dem Tal in die Großstadt zog, hatte er ihr dieses Säckchen mit Salz geschenkt, welches sich nun plötzlich für einen Moment in Richtung des Meeres bog, als wollte es Kontakt mit dem Salzwasser aufnehmen.

Kurz darauf bog es sich wieder zurück; doch jetzt erblickte Emma in der Ferne einen Regenbogen, größtenteils über dem Meer, aber mit einem Ende über dem Land.

Sie fühlte sich auch wieder etwas gestärkt, obwohl sie schon länger nichts gegessen hatte, und machte sich auf in Richtung dieses Regenbogens.

Fortsetzung wird bald folgen

3 Gedanken zu “Emma am Meer – #WritingFriday

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