Emma und das Schranktor, #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Gewähltes Monatsthema:
Emma ist gerade in ein neues Haus gezogen, als sie dort den Wandschrank öffnet weht ihr ein kühler Wind entgegen, sie tritt hindurch und ist in einer anderen Welt…

Dies ist der vierte Teil nach drei anderen Writing-Friday-Beiträgen:
Teil 1
Teil 2
Teil 3

Dies war also Emmas neues Zuhause – ein Haus aus der späten Kaiserzeit, das aber noch zentral gelegen war und dessen vorherige Bewohnerin verstorben war, deren mögliche Erben nicht ausfindig gemacht werden konnten. Daher hatte Emma einige Möbel, die noch brauchbar schienen, mitkaufen können.

Ein Schrank im Schlafzimmer hatte es ihr besonders angetan: Er besaß immer noch eine gut sichtbare weinrote Färbung, ähnlich wie sie ihre Haare gefärbt hatte. Sie öffnete ihn – und jetzt wehte ihr ein kühler Wind entgegen, obwohl nichts zu sehen war! Sie versuchte, mit dem Fuß das offenkundige Nichts anzustoßen – und schon wurde sie von einem Sog mitgezogen, befand sich augenblicklich an einem ganz anderen Ort …

An diesem Ort roch die Luft um einiges frischer als in der Großstadt, aus der sie gerade gekommen war. Auch der Himmel war klarer, die Sonne schien auf einige üppig bewachsene Wiesen, auf denen ein paar Schafe blökten und eine Ziege meckerte.

„Ist schon jemand durch das Regenbogentor zu uns gekommen?“, fragte eine weibliche Stimme hinter Emma, die sich nun umdrehte.

Vor ihr stand eine junge Frau mit schwarzen Haaren, gekleidet in ein weißes Gewand.

Emma erwiderte:
„Ich wollte nur einen Schrank erkunden, und dann …“
„Dann bist du durch das Tor geschritten, von dem mir mein Großvater erzählt hat und das von irgendwoher zu uns führt, wenn das Ende des Regenbogens diesen Ort berührt hat!“
„Das Ende des Regenbogens?“
„Ja, vor ein paar Tagen war dies hier zu sehen! Zum ersten Mal seit langem – einmal zur Zeit meiner Großeltern oder Urgroßeltern sollen schon einmal welche aus einer großen Stadt auf einmal hier aufgetaucht sein!“
„Und sind sie dann später auch wieder in ihre Heimat zurückgekehrt?“
„Das weiß ich, ehrlich gesagt nicht! Aber sieh, dort hinten kommt Pluvinura mit ihren Leuten; und ich heiße übrigens Jasmin!“
„Ach ja, und ich heiße Emma! Aber was wird jetzt werden?“
„Die Menschen, die dort kommen, werden unsere Verstärkung sein, wenn etwas Aufregendes passiert! Aber du bist jetzt sicher erschöpft von deinem – Ortswechsel, kannst daher schon einmal an meinem Tisch Platz nehmen und etwas trinken, genau wie die anderen auch gleich!“

Jasmin wies ihr den Weg in ihre Hütte. Doch bevor Emma diese betrat, musste sie sich noch einmal nach allen Seiten umdrehen. Aber nein – es war nirgends so etwas wie ein Teleportal zu erkennen! Also musste sie sich wohl darauf einstellen, mindestens eine Weile an diesem Ort zu bleiben. Irgendeine Herausforderung schien hier auf sie zu warten, das spürte sie …

Fortsetzung folgt

8 Gedanken zu “Emma und das Schranktor, #WritingFriday

  1. Wie ich sehe, bin ich nicht die einzige, die monatsübergreifend die Schreibthemen zu einer Fortsetzungsreihe verknüpft. Schöne Geschichte, denn ich habe mich schon gefragt, was am Ende eines Regenbogens sein könnte.

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