30-Days-Book-Challenge – Tag 4

Thema diesmal: Ein Buch mit einem Cover in Grün

Hier habe ich drei Bücher:

  1. Roy Peter Clark: Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben

Ein Ratgeber mit 50 Tipps zum Schreiben, die knapp und sehr gut verständlich erklärt werden. Für alle, die gerne schreiben, ein sehr nützliches Buch!

2. Harald Braem: Magische Riten und Kulte

Einige interessante Gedanken zur Vorzeit in Europa.

3. Wolf-Dieter Storl: Die alte Göttin und ihre Pflanzen

Auch hier interessante Gedanken zur Vorzeit, welche alten Bräuche zu unseren heutigen Feiertagen geführt haben, und was sich von all dem in den Märchen ausdrückt. Demnach wäre es z. B. ein Glücksgriff gewesen, dass Drei Haselnüsse für Aschenbrödel im Winter gedreht wurde, weil das Märchen am besten zu dieser Jahreszeit passen soll.

Pyramide Nummer drei – #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Gewähltes Monatsthema:
Du gerätst über eine Zeitmaschine ins alte Ägypten, erzähle von diesem Abenteuer.

Beim Anblick dieser Maschine kann ich kaum widerstehen. Aus dem Nichts ist sie auf dem einsamen Waldweg aufgetaucht, und ihre Benutzer sind erst ausgestiegen, haben sich dann aber unsichtbar gemacht. So sagt auch niemand etwas, als ich einfach einsteige und mir die Apparatur ansehe:

Ein Hebel, ein Globus und eine Zahlentastatur, mit einer Taste für „B.C.“.

Auf dem Globus drücke ich mal auf Ägypten, tippe dieses B.C. ein und ohne hinzusehen eine vierstellige Zahl – ein bisschen Überraschung soll auch dabei sein – und ziehe den Hebel …

Sogleich umfängt mich trockene Hitze, sicherlich über vierzig Grad. In der Ferne sehe ich zwei große Pyramiden, eine dritte befindet sich offenbar gerade im Bau. Die Maschine ist im Wüstensand gelandet, ich muss jetzt wohl ein bisschen laufen.

Es fällt schwer, in der Hitze voran zu gehen; aber ich zwinge mich dazu.

Bald stoße ich auf Menschen, die nur wenig Kleidung tragen und mich anstarren – nicht nur wegen meiner blassen Haut, sondern auch wegen meiner Kleidung, die auf sie wahrlich fremd wirken muss. Denn wie sich die Besitzer dieser Maschine unsichtbar machen konnten, habe ich nicht herausgefunden.

Jetzt aber zeigen mir einige Ägypter eine Richtung an, die ich offenbar einschlagen soll. Und was ich ein paar hundert Meter weiter zu Gesicht bekomme, erinnert mich an den Turmbau zu Babel: Denn dort stehen Menschen verschiedener Hautfarben, schwarze von weiter aus dem Süden, aber auch ein paar Hellhäutige, die irgendwie hierher gelangt sein müssen. Und diese blicken mich neugierig an und machen Zeichen, mich zu ihnen zum Essen auf den Boden zu setzen. Diese Zeichensprache sind sie anscheinend gewohnt, weil sie sich auch untereinander nicht anders verständigen können. Sklaven scheinen sie aber nicht zu sein, ebenso wenig wie die Ägypter von vorhin; jedenfalls habe ich noch keinen Aufseher mit einer Peitsche gesehen.

Zum Essen haben sie eine große Schüssel mit Getreidebrei, Fleisch und Zwiebeln. Alles schmeckt für mich ungewohnt kräftig. Zum Trinken haben sie Bier, das allerdings schwächer zu sein scheint als das Bier aus meiner Zeit.

Später zeigt ein älterer Mann auf die beiden großen Pyramiden, die weiß glänzen, sagt: „Chufu – Chephren“, legt seine Hände um die Schüssel mit dem Essen, hebt sie dann in die Höhe, wie um eine dreimal so große Schüssel anzudeuten. Anschließend zeigt er auf den oberen Rand unserer Schüssel sowie auf die Baustelle der dritten Pyramide und sagt: „Menkaura!“ Dabei macht er noch eine Handbewegung nach unten.

Ich nicke, weiß zumindest, dass die großen Pyramiden für Chufu und Chephren gebaut waren, wie die Pharaonen auf Ägyptisch hießen, und die dritte für Menkaura oder Mykerinos.

Allmählich begreife ich, dass dieser Mann wahrscheinlich andeuten wollte, dass die Zeit der größten Pyramiden eine ganz fruchtbare gewesen sein muss, mit Nahrung im Überfluss, aber jetzt waren weniger fruchtbare Zeiten angebrochen. Und deshalb hatte der jetzige Pharao eine kleinere Pyramide für sich geplant, konnte sich nicht mehr leisten, mit so verringerten Ressourcen. Diese Ressourcen würden sich wahrscheinlich weiter verringern, bis sich die Pharaonen den Pyramidenbau gar nicht mehr leisten können.

Als sich die Abendsonne senkt, wird die Luft angenehm frisch. Dies bedeutet aber noch nicht Feierabend, sondern im Gegenteil stellen sich jetzt alle an die große Rampe und fassen die dicken Seile, mit denen ein großer Stein die Rampe hochgezogen wird. Auch mir weisen sie einen Platz an einem Seil zu – und irgendwie muss die Nahrung besonders kräftigend gewesen sein; jedenfalls fällt es mir unerwartet leicht, am Seil mitzuziehen. Der große Stein ist dann an seinem Platz, bevor es wirklich dunkel wird.

Mehr wird an diesem Tag nicht gearbeitet, und die Arbeiter trinken alle noch ein oder mehrere Bier. Allmählich legen sich immer mehr von ihnen zum Schlafen hin.

Ich schleiche mich fort, hin zur Zeitmaschine, die unentdeckt noch an ihrem Platz steht. Dort tippe ich 2020 ein und ziehe am Hebel.

Kurt vom Schwarzweißbogen – #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.


Gewähltes Monatsthema:

Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Kurt war zum Mörder geboren, könnte man meinen, wenn da nicht…” beginnt.

Dies ist der fünfte Teil nach vier anderen Writing-Friday-Beiträgen:

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Kurt war zum Mörder geboren, könnte man meinen, wenn da nicht das Holzschwert an seinem Gürtel gewesen wäre. Denn ansonsten schmückte er sich mit Totenköpfen: einen trug er ebenfalls am Gürtel, einen anderen vor der Brust und einen weiteren auf dem Rücken. Sein schwarzer Vollbart reichte, wenn er aufrecht saß, bis knapp oberhalb des Totenkopfes auf seiner Brust.

Ebenso mit Totenköpfen geschmückt hatte sich sein Auftraggeber, der Fürst vom Schwarzweißbogen. Diesen Titel hatte er sich einmal selbst ausgedacht, als Kontrast zu den Regenbögen, denen er gern hinterher jagte. Das Tor zu seinem Schlossbereich war dafür aus schwarzem Basalt und weißem Marmor errichtet. Und statt eines echten Parks wies der Schlossbereich nur eine große Fläche aus Asche auf.

Dennoch lockte den Fürsten immer wieder das Gegenteil – alles Farbige, wie etwa ein Regenbogen. Zumal er fest an der Hoffnung festhielt, dass am Ende eines solchen Regenbogens ein Schatz zu finden wäre.

Neulich hatte er von einem Regenbogen gehört, dessen Ende auf der Erde sichtbar wurde. Und dorthin schickte er seinen Gefolgsmann Kurt. Dessen Familie war einst von Räubern erschlagen worden, er selbst hatte sich dabei gut versteckt. Doch schließlich hatte sich Kurt an den Mördern seiner Familie gerächt, drei von ihnen erschossen und deren Schädel als Trophäen genommen, die er nun immer mit sich führte.

Ein Rabe wies ihm und zehn weiteren Gefolgsleuten den Weg zu dem Regenbogenende, das vor ein paar Wochen so gut sichtbar auf der Erde abgebildet gewesen sein sollte.

Bald schon blökten Schafe und meckerten Ziegen ganz nahe, dazwischen heulte ganz offensichtlich ein Wolf!

Kurt sah aus seinen Träumen auf und trieb seinen Apfelschimmel an.

Kurze Zeit später schon erschien eine Wiese mit vielen Tieren, dahinter eine Hütte vor einem Wald. Und auf dieser Wiese lief ein Wolf friedlich zwischen den Schafen und Ziegen umher – war vielleicht auch nur gerade gesättigt.

Da wollte Kurt am liebsten auch seine Pistolen einfach stecken lassen, die er gezwungenermaßen unter seinem Holzschwert am Gürtel trug – aber wenn es hier einen Schatz gab, und die Menschen ihn nicht herausrücken wollten, würde er dem Befehl seines Fürsten zuwider handeln!

Vor der Hütte erschienen drei Frauen, und aus dem Wald kamen noch einige weitere Menschen, in bäuerlicher Kleidung, genau wie zwei der Frauen. Die dritte trug etwas merkwürdige Kleidung, zwar auch ein Kleid, aber aus ungewöhnlichen Stoffen.

Die mittlere Frau, mit den schwarzen Haaren und dem weißen Gewand, sprach zu den Neuankömmlingen:
„Was wollt ihr hier?“

Da erwiderte Kurt:
„Eigentlich möchten wir euch nichts tun; aber wir sind beauftragt, nach einem Schatz zu suchen!“

„Hier werdet ihr keinen finden!“, sagte die Frau im weißen Kleid, die aber nun von ihrer Nachbarin angestupst wurde:

„Sieh mal, Jasmin, was für ein Schaf dort angerannt kommt!“

Jetzt sah auch Kurt in diese Richtung; und dort kam ein schwarzweiß gestreifter Widder ihnen entgegen gerannt!

Da sagte Pluvinura, die neben Jasmin stand:
„Das ist Albnig, einer unserer Widder, die sich kaum auf der Weide blicken lassen, sondern immer irgendwo umher streifen! Wenn er mit euch gehen will, könnt ihr ihn mitnehmen!“

Dazu meinte Kurt:
„Ein solches schwarzweiß gefärbtes Tier wollte unser Fürst eigentlich immer haben! Der kann ihm viele ähnliche Nachkommen zeugen!“

„Hab ich doch nur zum Spaß gesagt“, flüsterte Pluvinura den zwei anderen Frauen zu. Aber tatsächlich blökte der Widder Albnig erst laut und trottete dann ganz friedlich weiter, hin zu Kurts Gefolgsleuten. Diese verschwanden augenblicklich, mit dem Widder, und Kurt blieb allein zurück!

„Anscheinend hat der Regenbogen dich nun für eine andere Aufgabe ausersehen, bei der du vielleicht besser aufgehoben bist!“, rief Jasmin ihm zu, und Emma ergänzte:
„Das kannst du ihr glauben; ähnlich wie anscheinend bei mir!“

„Ja, das scheint tatsächlich so zu sein!“, sagte Kurt; und als er noch weiter zögerte, sagte Pluvinura:
„Steig erst einmal von deinem Pferd ab; für unser Dorf wärest du sicherlich ein guter Wächter!“

Fortsetzung wird folgen, voraussichtlich im August

Emma und das Schranktor, #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Gewähltes Monatsthema:
Emma ist gerade in ein neues Haus gezogen, als sie dort den Wandschrank öffnet weht ihr ein kühler Wind entgegen, sie tritt hindurch und ist in einer anderen Welt…

Dies ist der vierte Teil nach drei anderen Writing-Friday-Beiträgen:
Teil 1
Teil 2
Teil 3

Dies war also Emmas neues Zuhause – ein Haus aus der späten Kaiserzeit, das aber noch zentral gelegen war und dessen vorherige Bewohnerin verstorben war, deren mögliche Erben nicht ausfindig gemacht werden konnten. Daher hatte Emma einige Möbel, die noch brauchbar schienen, mitkaufen können.

Ein Schrank im Schlafzimmer hatte es ihr besonders angetan: Er besaß immer noch eine gut sichtbare weinrote Färbung, ähnlich wie sie ihre Haare gefärbt hatte. Sie öffnete ihn – und jetzt wehte ihr ein kühler Wind entgegen, obwohl nichts zu sehen war! Sie versuchte, mit dem Fuß das offenkundige Nichts anzustoßen – und schon wurde sie von einem Sog mitgezogen, befand sich augenblicklich an einem ganz anderen Ort …

An diesem Ort roch die Luft um einiges frischer als in der Großstadt, aus der sie gerade gekommen war. Auch der Himmel war klarer, die Sonne schien auf einige üppig bewachsene Wiesen, auf denen ein paar Schafe blökten und eine Ziege meckerte.

„Ist schon jemand durch das Regenbogentor zu uns gekommen?“, fragte eine weibliche Stimme hinter Emma, die sich nun umdrehte.

Vor ihr stand eine junge Frau mit schwarzen Haaren, gekleidet in ein weißes Gewand.

Emma erwiderte:
„Ich wollte nur einen Schrank erkunden, und dann …“
„Dann bist du durch das Tor geschritten, von dem mir mein Großvater erzählt hat und das von irgendwoher zu uns führt, wenn das Ende des Regenbogens diesen Ort berührt hat!“
„Das Ende des Regenbogens?“
„Ja, vor ein paar Tagen war dies hier zu sehen! Zum ersten Mal seit langem – einmal zur Zeit meiner Großeltern oder Urgroßeltern sollen schon einmal welche aus einer großen Stadt auf einmal hier aufgetaucht sein!“
„Und sind sie dann später auch wieder in ihre Heimat zurückgekehrt?“
„Das weiß ich, ehrlich gesagt nicht! Aber sieh, dort hinten kommt Pluvinura mit ihren Leuten; und ich heiße übrigens Jasmin!“
„Ach ja, und ich heiße Emma! Aber was wird jetzt werden?“
„Die Menschen, die dort kommen, werden unsere Verstärkung sein, wenn etwas Aufregendes passiert! Aber du bist jetzt sicher erschöpft von deinem – Ortswechsel, kannst daher schon einmal an meinem Tisch Platz nehmen und etwas trinken, genau wie die anderen auch gleich!“

Jasmin wies ihr den Weg in ihre Hütte. Doch bevor Emma diese betrat, musste sie sich noch einmal nach allen Seiten umdrehen. Aber nein – es war nirgends so etwas wie ein Teleportal zu erkennen! Also musste sie sich wohl darauf einstellen, mindestens eine Weile an diesem Ort zu bleiben. Irgendeine Herausforderung schien hier auf sie zu warten, das spürte sie …

Fortsetzung folgt

30-Days-Book-Challenge – Tag 2

Heutiges Thema: Ein Buch mit einem Tier im Titel

In einem späteren Alter selbst gelesen habe ich Die Biene Maja

Ein Buch, wohl am ehesten für junge Erwachsene, wäre Der Berg der Fische von Peter Benchley, auch Autor von Der Weiße Hai.

In diesem Buch jedenfalls äußert sich der Autor sehr tier- und umweltfreundlich.

30-Days-Book-Challenge – Tag 1

Thema heute: Ein Buch aus deiner Kindheit

Für Tag 1 und Tag 2 gibt es bei mir viele Überschneidungen, da viele der Kinderbücher, an die ich mich ein Tier im Titel haben.

Ein ganz frühes Buch war für mich Die Raupe Nimmersatt, die auch heute noch ein Klassiker ist.

Ein anderes Buch, an das ich mich noch verhältnismäßig gut erinnere, konnte ich bisher nirgendwo wiederfinden: Das Krokodil hat die Sonne gestohlen

Es war noch vielleicht zwei Jahre, bevor ich lesen konnte; daher weiß ich nicht, von wem das Buch stammte. Aber ein Bild, das ich damals selbst gemalt hatte, ist noch erhalten.