Merkwürdige Stimmungen am Ende des Regenbogens, #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Gewähltes Monatsthema:

Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein:  Sonne, Stimmung, Freunde, liebevoll, Verständnis

Diese Geschichte schließt an die zwei vorangegangenen Freitag an:

Teil 1
Teil 2

Jasmin sah in Richtung des Waldes, der hinter ihrer Hütte sich erstreckte, und sagte zu Pluvinura:
„Wenn auch jemand anderes sich mit dem Schaf verträgt! Jemand, der sich sonst am liebsten im Wald versteckt!“

Dann zog sie eine Schalmei hervor und spielte darauf eine bestimmte Tonfolge, welche die Ziege und das Schaf in eine eigenartige Stimmung zu versetzen schien. Jedenfalls blickten die beiden Tiere wie gebannt in Richtung des Waldrandes, der noch ein wenig im Morgennebel verborgen lag.

Und jetzt kam von dort ein Wolf angerannt, vor dem die Ziege und das Schaf jedoch keinerlei Angst zu haben schienen. Jedenfalls machten sie keine Anstalten, wegzurennen, sondern bewegten sich überhaupt nicht.

Jasmin sagte, mit Blick auf den Wolf:
„Das ist Lupluvi, ein Wolf, den man selten zu Gesicht bekommt – aber immer wieder, wenn es einen Regenbogen gegeben hat!“

Zunächst heulte der Wolf, während er sich näherte. Doch als er Grasverstecker das Schaf erblickte, sagte er:
„Guten Morgen – wir befinden uns am Ende des Regenbogens!“

Und Grasverstecker erwiderte: „Stimmt – guten Morgen!“

Waren die beiden gar Freunde geworden? Und warum verstanden die Menschen ihre Sprache?

Doch Jasmin hatte eine Erklärung:
„Mein Großvater mütterlicherseits hat mir einmal erzählt, dass ein Regenbogen, der hier endet, unser Verständnis für die Tiere erweitert. Denn wenn wir uns mit ihnen verständigen können, können wir nicht nur liebevoller miteinander umgehen, sondern sind auch besser in der Lage, gegen mögliche Feinde zusammen zu halten!“

„Und sind jetzt Feinde zu erwarten?“, fragte Pluvinura, worauf Jasmin erwiderte:
„Möglich – man sagt, dass Räuber häufig am Ende des Regenbogens irgendwelche Schätze vermuten!“
„So etwas Ähnliches erzählt man sich in meinem Dorf auch!“, sagte Pluvinura; und nun meldete sich meckernd Caprodura die Ziege:
„Ich werde jetzt häufiger auf die Bäume steigen, um nach Feinden Ausschau zu halten!“

Darauf sagte Grasverstecker das Schaf:
„Wenn ich mich verberge, bekomme ich häufig etwas mit – und gestern erzählten sich die Feen im Gras, dass sich die Kunde von einem sichtbaren Ende des Regenbogens langsam verbreitet. In etwa zwei, drei, vier Wochen soll aber irgendetwas passieren …“

„Wir werden uns vorbereiten!“, sagte Jasmin, und Pluvinura fügte hinzu:
„Ich werde versuchen, die anderen aus meinem Dorf zu überzeugen, uns gegen mögliche Räuber zu verteidigen!“

Jetzt ging auch die Sonne richtig auf, vertrieb die letzten Morgennebel; und an diesem Tag zumindest wirkte alles friedlich.

2 Gedanken zu “Merkwürdige Stimmungen am Ende des Regenbogens, #WritingFriday

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