Das Wolfsrudel mit mir – #WritingFriday, KW 36

writing-friday[1]

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Gewähltes Monatsthema:

Erzähle von einem Wolfsrudel, welcher Wolf wärst du? Was wäre deine Aufgabe im Rudel?

Wenn ich mir vorstelle, zu einem Wolfsrudel zu gehören, das gerade durch den Wald wandert, durch einen Landkreis, der früher einmal Wolfstein hieß (heute Freyung-Grafenau):

Dort heiße ich Wolfbert. Zum Alpha-Männchen eigne ich mich doch nicht so sehr, dafür kann ich mich nicht so durchsetzen, das überlasse ich unserem Bruder Wolfschnellgang. Andererseits möchte ich mir auch nicht so viel sagen lassen, daher warte ich nicht auf Anweisungen, sondern schnüffle von selbst nach Beute und mache manchmal die anderen darauf aufmerksam. Dabei spüre ich auch leicht, wenn sich das Wetter ändert und sich der Wind dreht, so dass wir uns möglichst entgegen der Windrichtung anschleichen.

Außerdem lasse ich mir immer wieder gerne etwas Neues einfallen:

Etwa, wie wir die weiße Rinde von den Birken abreiben könnten und uns damit leichter den Anschein geben, als steckten wir in Schafspelzen. Bis jetzt ist mir das aber noch nicht so richtig gelungen.

Leichter ging es hingegen schon, sich spitze Zweige auf den Kopf zu setzen, so dass wir zumindest ansatzweise schon einmal wie Ziegen aussahen. Werde ich aber noch weiter ausbauen müssen. Könnte auch mit Hirschgeweihen gelingen, wenn wir uns ganze Zweigbüschel auf den Kopf setzen, was allerdings schwerer hält als die kleinen Zweige.

Manchmal hören die anderen meinen Vorschlägen aufmerksam zu – vor allem, wenn ich spüre, wie sich der Wind dreht. Allerdings lässt sich unser Wolfschnellgang gerne von dem älteren Wolfsauerram beraten, der immer wieder so etwas sagt wie:
„Wo wanderten wir denn da hin? Haben unsere Vorfahren doch schon immer so gemacht!“

Gerne spähe ich auch heimlich aus dem Gebüsch den Menschen nach, wie sie ihre Laute mit so komischen Zeichen festhalten. In neuerer Zeit sieht man an ihren Autos wieder ein WOS, eine Kombination, die einem ganz alten Wolf einmal bekannt vorkam, sollte für „Wolfstein“ stehen. Da würde ich auch gerne einmal ein Heulbuch verfassen, in dem dann festgehalten wird, welche unserer Heullaute wofür stehen.

Während ich solchen Träumen nachhänge, stößt unser Wolfschnellgang schon das Geheul aus, welches bedeuten soll: Auf jetzt zur Jagd!

 

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6 Gedanken zu “Das Wolfsrudel mit mir – #WritingFriday, KW 36

  1. Wolfschnellgang und Wolfsauerram XD Ich krieg mich nimmer. Mein Vater heißt Wolfgang, ich glaube, den nenne ich nächstes Mal Wolfschnellgang, mal schauen, was er dazu sagt. 😀

    Wieder sehr humorvoll geschrieben. 🙂 Gefällt mir.

    Liebe Grüße
    Emma

    Gefällt 1 Person

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