Brennender Regen auf der neuen Haut – #WritingFriday, KW 35

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Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Gewähltes Monatsthema:
Der Regen brannte auf ihrer Haut, weil …

Der Regen brannte auf ihrer Haut, weil sie zum einen so lange Zeit in der Wüste zugebracht hatte, und zum anderen war der Regen in den letzten Jahren alles andere als sauber. Und zudem musste sie sich auch erst noch an ihre neue Haut gewöhnen, und das in ihrem Alter.
Denn Bribra, die Kobra von der Oase des Dattelpalmen-Dreiecks hatte schon so viele Jahre überlebt, dass sie sich nur noch selten häutete. Und dabei hatten sie die Menschen sie schon manchmal bewundert, besonders wenn der alte Harun, der schon fast ihr Freund war, Reisende auf sie aufmerksam machte. Da schienen einige sogar schon etwas gedacht zu haben wie: Ach, könnte ich mich doch auch so leicht einfach mal erneuern!

Heute aber sagte Harun zu ein paar amerikanischen und europäischen Touristen:
„Seht, wie sich Bribra, unsere Kobra, heute windet – dies kann ein Zeichen dafür sein, dass der Regen auch in unserer Wüstenluft schon sauer geworden ist! Auch wenn dies hier der einzige Regen in diesem Jahr bleiben mag.“

Jetzt zog sich Bribra in ihr Versteck zwischen den Büschen zurück.

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Der teils unversehrte Garten – #WritingFriday, KW 33

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Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Gewähltes Monatsthema:
Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: Malkasten, Sonnenblumen, hungrig, Orange, Unglück

Nach dem Unglück vom Monatsanfang wurde langsam sichtbar, was ein Opfer der Flammen geworden war und was nicht:

Das Einfamilienhaus der Gogogs war abgebrannt, die Mauern standen noch halbwegs, das Dach war eingestürzt. Aber ein Malkasten war unversehrt in der Asche zu finden, ebenso eine Orange, die nicht in der Küche gelegen hatte, wo der alte Herd außer Kontrolle geraten war, sondern vorm Fenster.

„Mit der Apfelsine haben wir neulich Ball gespielt, und dabei ist sie aus dem Fenster geflogen!“, sagte der elfjährige Valentin zu seiner dreizehn Jahre alten Schwester Vanessa.

Diese erwiderte: „Stimmt. Dafür könntest du mich jetzt einmal damit malen, bei den Sonnenblumen, die den Brand einigermaßen überstanden haben!“

„Wie genau meinst du?“

„Mit der Apfelsine auf dem Kopf!“

„Ok, dann spiele ich jetzt Wilhelm Tell mit dem Pinsel! Oder den Maler, der so ähnlich heißt wie wir, mit dem Sonnenblumenbild, das früher im Wohnzimmer hing …“

„Van Gogh; aber jetzt gehen wir mal!“

 

Draußen gingen die beiden also durch den teilweise verkohlten Garten und stellten sich bei den Sonnenblumen auf, bis zu denen das Feuer nicht gereicht hatte, die Feuerwehr war für diese gerade noch rechtzeitig eingetroffen.

Valentin fing an zu malen. Die Orange bildete einen guten Kontrast zu Vanessas schwarzen Haaren.

Da erhob sich vor ihr etwas aus der Erde – eine Art Kobold, der sich dort vergraben haben musste! Valentin fiel der Pinsel aus der Hand und die Orange von Vanessas Kopf, direkt vor der Kobold, der nun zu ihnen sprach:

„Ich heiße Hunnbold und bin ein Gartenkobold! Und ich bin immer hungrig nach Lebensmitteln, die die Menschen in ihren Gärten oder auf ihren Komposthaufen entsorgen!“

„Bitte, du kannst die Apfelsine essen!“, sagte Vanessa zu ihm, und er antwortete:

„Später, wenn euer Bild fertig ist. Also, jetzt mal weiter, Junge – aber auch mit mir drauf!“

„Ja, ja“, sagte Valentin und hob den Pinsel wieder auf.

 

Später erklärte der Kobold den Geschwistern etwas:

„Ich habe einen Vorschlag für euch: Ihr bringt mir immer wieder etwas Essbares raus in den Garten – und ich benachrichtige ein paar Riesen, die ich gut kenne und die mir noch etwas schulden – und die euer Haus über Nacht wieder aufbauen können!“

Da erwiderten die Geschwister:

„Das wäre cool, wenn es wirklich geht!“ „Und wir haben immer etwas für dich!“

 

Die Nacht verbrachten sie, wie immer in der letzten Zeit, bei einer Tante und einem Onkel, die ein paar Kilometer entfernt wohnten. Doch am nächsten Tag fuhren sie schon in der Frühe, noch vor der Schule, mit dem Fahrrad zu ihrem Grundstück – und tatsächlich stand ihr Haus nun wieder fast so da wie zuvor!

Die Riesen würden noch eine weitere Nacht kommen, erklärte ihnen der Kobold, unter einer Bedingung:

„Wenn ihr nachher auch von ihnen ein Bild malt!“

„Aber wir wissen nicht, wie sie aussehen!“

„Stellt sie euch einfach so vor, wie ihr wollt!“

„Das wäre cool!“

 

Und so staunten bald auch ihre Eltern und die Baufirma darüber, wie schnell sich so ein Haus von selbst wieder aufbauen konnte.

 

 

 

Montagsfrage #1 KW 33 / 2019 – Erfahrungen mit Selfpublishing-Autoren?

MontagsfrageHeute beteilige ich mich erstmals an der Montagsfrage von Antonia von Laut und Leise. Gefragt ist hier nach Erfahrungen mit Selfpublishing-Autoren.

Ich selbst bin Selfpublisher und habe vor allem seit meinem Eintritt in den Selfpublisher-Verband viele andere kennen gelernt.

Eine Erfahrung gibt es aber, von der ich hier berichten möchte:

Einmal schrieb mich auf Lovelybooks ein anderer Selfpublisher, den ich noch nicht kannte, an und fragte, ob er mir ein Rezensionsexemplar zukommen lassen könne. Wie er auf mich kam, weiß ich nicht, vielleicht durch ähnliche Titel: Sein Buch hieß „Auf den Schultern des Riesen“, und ich hatte den ersten Band meines Zyklus „Die Vier Riesen“ schon veröffentlicht und im Vorjahr ein paar Rezensionen dazu erhalten.

Ob dies wirklich der Grund war, weiß ich nicht, zumal die Genres gänzlich verschieden sind. Jedenfalls habe ich angenommen, auch weil dies bislang die einzige derartige Anfrage an mich war.