Jenseits des Dschungels – #WritingFriday KW 37

writing-friday[1]

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.
Gewähltes Monatsthema:
Du irrst nun schon seit mehreren Tagen durch den Dschungel, als du plötzlich …(Platz für eigene Idee)… siehst.

Mehrere Tage schon irrten Umutl, die Medizinfrau im Krokodillederanzug, und Ali Zisch, der Schlangenbeschwörer, durch den Dschungel, als sie plötzlich zwei Tiere sahen, die eine seltsame Symbiose eingingen.

Aber der Reihe nach:
In diesen Dschungel hatten sie sich im Auftrag von Don Manuel begeben, der sie dafür aus dem Gefängnis der Inquisition geholt hatte, indem er die Wächter bestach. Umutl, die heimlich alte Indio-Bräuche weiter betrieb, und Ali als maurischer Schlangenbeschwörer waren der Obrigkeit ein Dorn im Auge, weshalb ihnen der Scheiterhaufen gedroht hatte. Irgendetwas musste sich Don Manuel jedenfalls davon versprechen, dass er sie befreit hatte.

Es war einmal wieder schwül an diesem Tag, und viel Dampf lag überall in der Luft. Hinter den beiden erhoben sich Mückenschwärme, auch das Fauchen eines Jaguars war zu hören. Musste irgendwo in der Nähe lauern, hatte es aber sicherlich nicht auf Menschen abgesehen.
Schlangen konnte Ali Zisch seltsamerweise schon seit mehreren Kilometern nicht mehr wahrnehmen; und er hörte es immer genau, wenn welche in der Nähe waren, auch wenn sie noch so leise zischten.

Und nun lichtete sich vor ihnen der Dschungel, und sie erblickten ein Krokodil, um dessen Schwanz sich eine Schlange wand und in die andere Richtung als das Krokodil blickte! Dahinter führte eine Brücke über einen Fluss, und auf der anderen Seite schimmerte undeutlich irgendetwas. Aber dieses Krokodil und die Schlange bildeten wohl ein schwer zu überwindendes Hindernis!
Als Umutl und Ali näher traten, entnahm Ali dem Zischen der Schlange auch schon eine Botschaft: Wenn ihr über den Fluss wollt, müsst ihr in weitem Bogen über uns springen!

Doch da wusste Ali etwas anderes, schließlich war er jahrelang darin geübt, Schlangen seinen Bewegungen folgen zu lassen. Bei wilden Schlangen musste er dafür zwar mehr Geduld aufbringen als bei denen auf dem Basar; aber wenn er ganz langsam seitwärts ging, musste es für ihn zu schaffen sein!

Umutl ihrerseits kannte ein Duftmittel, mit dem sie Krokodile für einen Moment betäuben konnte. Allerdings musste sie dann schnell an dem Krokodil vorbei rennen; es war immer wieder schwer zu berechnen, wie lange die Wirkung anhielt.
So gelangte sie einige Zeit vor Ali, der sich langsam an der Schlange vorbei schlich, auf die Brücke, die über den Fluss führte. Jetzt könnte sie eigentlich alleine weiterziehen und sich womöglich einige Schätze sichern – aber es war in solch unbekanntem Terrain doch sicherer zu zweit. Außerdem wehte hier an der Brücke ein so frischer Wind, und es roch so würzig – richtig angenehm nach der langen Schwüle des Dschungels!

Krokodil_Schlange_50_Text

Advertisements

#StopptRückwürfe – Aktion gegen Beifang bei der Fischerei

Petition

Aktion #StopptRückwürfe gegen Beifang in der Fischerei, ihr könnt gerne auf obigen Screenshot klicken!

Ungefähr so könnte es ablaufen:

 

 

Beifang_10
Ein Fischer wirft seine Netze aus.
Beifang_3
Einige Meerestiere sind brauchbar …
Beifang_5
… andere nicht!

 

 

 

#WritingFriday KW 36 – Plusterkuchen

writing-friday[1]

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.
Gewähltes Monatsthema:
Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Dieser kunterbunte Vogel konnte einfach nicht anders, als…“ beginnt.

Dieser kunterbunte Vogel konnte einfach nicht anders, als sich aufzuplustern, während er auf das Museumscafé zuflog.
Es war warm an diesem Tag, daher saßen viele Gäste draußen auf der Terrasse, viele von ihnen aßen Kuchen. Besonders auf den ebenfalls kunterbunten Obstkuchen hatte es dieser Vogel abgesehen und flog schnurstracks darauf zu.
Als er dort angelangt war, pickte er ein wenig in dem Kuchen herum, während gerade ein Kellner daneben stand. Dieser sagte zu den Gästen, einem älteren Ehepaar:
„Das ist Plusterkuchen – so nennen wir diesen Vogel! Ein Stammgast von uns. Aber wenn er Sie stört, kann ich ihn verscheuchen!“
„Aber nein, junger Mann“, erwiderte die ältere Dame. „Wir haben schon früher gerne Vögel gefüttert. Sie haben sicher keine Vorstellung davon, was es 1963 für ein Winter war, als wir beide noch Kinder waren! Da sind die Vögel immer wieder zu uns ans Fenster gekommen und haben sich immer über unser Brot und unseren Kuchen gefreut!“
„Da war ich noch nicht auf der Welt!“, antwortete der Kellner, und jetzt erzählte der ältere Herr:
„1985 war es dann ähnlich kalt, auch im Februar 86 und im Januar 87. Da haben unsere Kinder ebenso gerne die Vögel gefüttert!“
Jetzt drehte sich der bunte Vogel zum Museum und flog auf einen Fenstersims.

Von diesem Fenstersims aus konnte er gut ein Gemälde erkennen, mit drei nackten, dicken Menschen, die allerhand Trauben naschten. Viele Male hatte Plusterkuchen schon probiert, sich hier aufzuplustern, so weit er konnte, und dann mit aller Kraft mit dem Schnabel die Fensterscheibe zu hacken. Bislang war es ihm allerdings nicht gelungen. In den letzten Wochen hatte er seinen Schnabel zusätzlich an ein paar Felsen geschärft – und tatsächlich konnte er heute wenigstens einen Sprung in die Scheibe hacken! Da eilte ein Museumswärter herbei, und er flog lieber davon.

Alsbald ergab sich aber eine weitere Gelegenheit, denn die Scheibe musste nun ausgewechselt werden. Nachdem also der Glaser die alte Scheibe herausgenommen, die neue aber noch nicht eingesetzt hatte, flog Plusterkuchen so rasch er konnte hinein, zu dem Gemälde mit den Trauben. Dort krallte er sich fest und hackte mit dem Schnabel auf diese Trauben, schmeckte aber nur Papier! Ähnlich wie das ungenießbare Zeug, auf dem die Menschen manchmal ihr Essen aufbewahrten.

Gleichzeitig ertönte die Alarmanlage, und mehrere Wächter eilten herbei. Einer von ihnen sagte:
„Ach, das ist ja Plusterkuchen! Hat er sich jetzt an den Rubens herangemacht. Los, holt wir ihm ein Stück Kuchen! Ich kann ihn solange auf den Finger nehmen.“

Seitdem hat sich Plusterkuchen wohl wieder mit dem Café begnügt.

 

#WritingFriday KW 35 – Blick aus dem Fenster

writing-friday[1]

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Gewähltes Monatsthema:
Blicke aus dem Fenster – was siehst du? Beschreibe dies so genau wie möglich.

Vor meinem Wohnzimmerfenster im zweiten Stock des Hauses ist der Himmel heute die meiste Zeit bedeckt.
Zwischen den Häusern erstreckt sich ein Rasen mit ein paar hölzernen Spielgeräten, umrahmt von meinem Haus und links von einem weiteren vierstöckigen, gelben Haus; weiter entfernt auf der rechten Seite ein fünfstöckiges, grünes Doppelhaus. Gegenüber liegt ein Wohnheim der Lebenshilfe, getrennt durch einen Zaun und die Einfahrt. Auch stehen an dieser „Grenze“ ein paar Bäume, und einer von ihnen färbt manche seiner Blätter schon gelb.
Draußen spielen ein paar Kinder. Heute sind gerade keine Mädchen dabei, auch nicht die zwei Schwestern aus dem Erdgeschoss, die gestern eine ganze Weile geschaukelt haben. Dafür ein paar Jungs, die schon im Teenie-Alter zu sein scheinen und die ich noch nie gesehen habe, die aber noch die Doppelschaukel benutzen. Ein paar andere Jungen sind sicherlich noch unter zehn.
Am Nachmittag kam zeitweise die Sonne hervor, jetzt aber hat es angefangen zu regnen. Nun ist auch niemand mehr draußen.

 

#WritingFriday KW34 – Lunas ungewohnt kleine Liebe

writing-friday[1]

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.
Gewählte Aufgabe: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Luna war so verliebt aber niemand hätte damit gerechnet, dass…“ beginnt.

 

Luna war so verliebt, aber niemand hätte damit gerechnet, dass sie gerade heute ihre Sonnenbrille nicht dabei hatte, obwohl dies noch einmal ein heißer Tag zu werden versprach. Denn ihre hellblauen Augen waren sehr empfindlich gegen das Sonnenlicht.

Mit ihren 1,85 Metern war sie für eine Frau sehr groß. Doch hatte sie es bei ihren bisherigen Beziehungen immer verstanden, sich Jungs zu angeln, die noch größer waren.

Ihre Liaison mit dem knapp zwei Meter großen Uli Ranner, den sie gern „Uranus“ genannt hatte, war vor einigen Monaten in die Brüche gegangen. Angeblich weil sie sich geweigert hatte, ihn wegen seiner Größe „Jupiter“ zu nennen. Doch diesen Planeten, oder zumindest den Gott, nach dem er benannt war, fand sie zu herrschsüchtig. Da hatte sie sich lieber für einen anderen großen Planeten entschieden. In Wirklichkeit war ihr dieser Uranus eher zu unstet gewesen, mit ihren knapp dreißig Jahren wollte sie allmählich lieber mehr zu Hause kuscheln.

In den letzten Tagen hatten ihre Bekannten sie mit einem Mann gesehen, der um die 1,70 groß war, dem etwa 35 Jahre alten Kurt Merger. Bei ihren früheren großen Freunden hatte sie es immer wieder verstanden, sich bei Sonnenschein so zu stellen, dass die Köpfe ihrer Begleiter die Sonne ein wenig verdeckten. Umso unverständlicher war es also, dass sie ausgerechnet heute ihre Sonnenbrille daheim gelassen hatte, dachte sich Vera Nussi, ihre beste Freundin, als die beiden in den Park gingen, wo sie Kurt treffen wollten.

Als sie ihn erblickten, eilte Luna zu ihm hin, fasste ihn an den Händen und drehte sich und ihn so, dass sie die Sonne im Rücken hatte.
„Mein Merkur!“, sagte sie zu ihm, worauf er die Augenbrauen hochzog und erwiderte:
„Wie? Das bin ich für dich?“
„Ich nenne andere gerne nach Planeten, sobald wir uns nahestehen! Siehst du die Sonne?“
„Nicht richtig, dein Kopf verdeckt sie!“
„Sehr gut; so kann ich jetzt tatsächlich einmal den Mond spielen, wie er eine Sonnenfinsternis verursacht!“
Dann küsste sie in so, dass er für einen Moment gar nichts sah.