Nora Bendzko: Wolfssucht

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Das Cover sieht ansprechend aus, macht neugierig auf die Geschichte.
Impressum und Widmungen fände ich am Schluss besser.
Gut ist schon einmal, dass ich keine Rechtschreibfehler gefunden habe, anders als in anderen von mir rezensierten Büchern.

Allerdings ist der Stil der Autorin am Anfang noch ziemlich dick aufgetragen, vor allem im 3. Kapitel: Viele überflüssige Adjektive, zumal man in der Nacht wohl kaum die Farben so gut erkennen kann. Außerdem heißt es an einer Stelle: „… verdunkelte ein Knurren den Wald“ (??).

Ab dem 4. Kapitel wird der Stil aber besser.

Insgesamt liest sich das Buch spannend. Wenn auch das Verhalten der Hauptfigur manchmal ziemlich irrational ist, kann man der Handlung trotzdem gut folgen.
Am Ende des 5. Kapitels hält die Hauptfigur einen schon etwas zu langen Monolog.
Ansonsten stimmt aber der Stil. Es ist auch stimmig geschildert, wie sich ein Kind unter Wölfen entwickelt.

Das Ende überrascht einen, wirkt aber konsequent.

Insgesamt also eine lesenswerte Variante von Rotkäppchen und dem Wolf, vermischt mit schonungslosen Schilderungen des Dreißigjährigen Krieges.

Danke an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

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