Erlebnisse einer Pusteblume – #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Thema ist diesmal:
Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Als Pusteblume hat man es nicht leicht…” beginnt.

Als Pusteblume hat man es nicht leicht, denn die Menschen, insbesondere die kleineren können nicht von mir lassen, wenn sie mich sehen!

Dann pflücken sie mich aus dem Boden, rauben mir meine Verwurzelung in der Erde, setzen mich dafür der Luft aus.

Aber auch in der Luft kann es schön sein, wie ich jetzt gerade merke. Ein paar Tage lang hatte ich Glück, da wurden nur die Pusteblumen in der Nähe des Weges gepflückt, auf dem die Menschen meist langgehen. So konnten sich in der Zeit ein paar Bienen auf mir niederlassen und meine Samen hoffentlich gut für ihre Vermehrung und ihre Produkte nutzen.

Heute aber sind ein paar Kinder den Abhang hochgerannt, haben schließlich mich entdeckt, wie ich schon in voller Blütenpracht stand!

Eines von ihnen hat mich nun gepflückt, und die anderen schauen gebannt auf mich. Offenbar war ich eine besonders schöne Pusteblume! In einiger Entfernung steht eine Ziege, sieht ebenfalls zu mir hin und meckert; ist vielleicht verärgert, dass sie mich nicht verspeisen konnte!

Ist jetzt aber doch ganz angenehm in der Luft, im lauen Wind, der nun meine Samen mit sich trägt, nachdem die Kinder ordentlich in mich hinein geblasen haben. Ich spüre alle meine Samen gleichzeitig, wie sie übers Land fliegen und sich schließlich weit verstreut niederlassen, um an diesen Stellen Nachkommen von mir wachsen zu lassen!

Brief an die Zahnfee von Zacharias – #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Thema ist diesmal:
Am 28. Februar ist Tag der Zahnfee! Schreibe ihr zu Ehren einen Brief.

Liebe Zahnfee,

ich heiße Zacharias; und nun ist schon ein Jahr vergangen, in dem ich keine Schmerzen an den Zähnen hatte, danke dafür!

Vielleicht sollte ich auch froh sein, dass ich fast alle Zähne noch habe. Andererseits sind immerhin drei schon verloren. Kann ja sein, dass du sie zu deiner Sammlung hinzugefügt hast, von der einige andere Feen schon erzählt haben.

Andererseits habe ich auch schon gehört, welchen Weg die ausgefallenen Zähne, vor allem Milchzähne von Kindern, gehen, wenn sie versehentlich in den Abfluss geraten:
Tief unten im Meer soll es eine Weiße Höhle geben, die von einem Weißen Hai bewacht wird. Ein jüngerer Namensvetter von mir will einmal dort gewesen sein. Haie werden ja nicht zahnlos, sondern im Laufe ihres Lebens wachsen ihnen Zähne immer wieder nach. Darum bewacht immer ein Weißer Hai diese Höhle und sammelt darin all die verloren gegangenen Zähne; zumindest diejenigen, die durch einen Ausguss entschwunden sind.

Ob auch Zähne von mir dorthin oder in deine eigene Sammlung gelangt sind, lasse ich jetzt dahingestellt und hoffe für uns beide auf ein möglichst gutes Jahr!

Liebe Grüße

Zacharias, da nenne ich mich auch gerne Zahni

Lara, Clark und der gläserne Schuh – #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Diesmal habe ich zwei Monatsthemen kombiniert:
Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “In einer so unbequemen Lage war er noch nie, doch…” beginnt.

Märchenhaft – schreibe eine Geschichte zu folgender Szene: Lara geht auf einen Maskenball, dort trifft sie auf Clark – es ist Liebe auf den ersten Blick. Doch Clark ist nicht der, für den er sich ausgibt. Lüfte sein Geheimnis am Ende deiner Geschichte.

In einer so unbequemen Lage war er noch nie, doch diesmal musste sich Clark damit arrangieren. Die Aufwendungen, um ihn zu maskieren, waren umständlich, so dass er immer wieder eine unbequeme Seitenlage einnehmen musste. Vor allem war es schwierig, die Lichtbrechung so zu justieren, dass sie ihn nicht irritierte. Doch würde er am Ende wie ein Märchenprinz aussehen, das war ihm die Mühe wert!

Denn endlich fand nach der Coronakrise wieder einmal ein Maskenball statt. Dies wäre die Gelegenheit für Lara, sich endlich einmal als Lara Croft zu verkleiden, wobei sie zusätzlich einen Kriegerinnenhelm aufsetzen würde.

So fuhr sie mit der Straßenbahn in die Stadt, wo auch ein paar andere Passagiere verkleidet waren, und betrat schließlich den Rathaussaal, in dem der Maskenball vor etwa einer halben Stunde begonnen hatte. Die Wände waren mit allerhand Szenen aus Märchen bemalt.

Doch Lara hatte schon nach wenigen Momenten nur noch Augen für einen schwarzhaarigen jungen Mann, der einen Hut mit Federschmuck auf dem Kopf trug und einen kleinen, gläsernen Schuh auf der Nase, in dem sich das Licht auf schöne Weise brach. Seine Ohren sahen so echt wie große Mäuseohren aus, und hinten trug er einen so echt wirkenden Löwenschwanz, dass er dafür sicherlich eine ganze Weile ziemlich unbequem gelegen haben musste!

Sofort ging er zu Lara und forderte sie zum Tanzen auf, was sie bereitwillig annahm.

Den ganzen Abend tanzten die beiden zusammen, wurden dabei von anderen immer wieder neidisch beäugt.

Schließlich aber ging es auf Mitternacht zu; und jetzt fragte Clark:
„Wollen wir ein wenig nach draußen gehen?“
„Ja, gern!“, erwiderte Lara; und so begaben sie sich in den kleinen Park, der neben dem Rathaus angelegt war, wofür Lara auch schon einmal ihre Jacke von der Garderobe holte, da es draußen ziemlich frisch war.

Hier aber rief Clark in eine andere Richtung:
„Ihr könnt jetzt kommen!“

Und schon traten zwei Gestalten hervor, die sich vorher im Schatten eines Baumes versteckt haben mussten. Als sie näherkamen, erkannte Lara, dass es Männer mit Masken waren, die wie Hyänenköpfe aussahen!

Doch von ihrer Lieblingsspielfigur, der Lara Croft, hatte sie nicht nur das Aussehen angenommen, sondern auch einige von deren Tricks trainiert – und so streckte sie die zwei Männer, die unter ihren Masken offenbar auch nicht sehr gut sehen konnte, mit ein paar schnellen Fußtritten nieder! Wenigstens vorläufig. Jetzt galt es, möglichst schnell wegzulaufen.

Doch Clark hielt sie am Arm fest; und zwar so, dass sie ihn nicht so leicht treten konnte.

„Wer bist du wirklich?“, fragte sie; und er erwiderte:
„Nimm es nicht persönlich; aber meine Freunde und ich müssen einmal wieder den Tieren in unserem Privatzoo einen Menschen servieren! Deinen schönen Kopf sollen sie auch nicht bekommen, den bewahren wir an einem Ehrenplatz auf!“

Jetzt aber gelang es Lara, ihm mit ihrer freien Faust auf die Nase zu schlagen, und zwar auf den kleinen gläsernen Schuh, der nun in allerhand Scherben zerbrach und dabei Lichtstrahlen aussandte, die Clark kurz blendeten, so dass er die Augen schließen musste und er Lara losließ. Diese rannte nun weg, so schnell sie konnte. Zum Glück hatte sie Clark nicht ihre Adresse genannt! Aber sobald sie um ein paar Ecken gebogen war, würde sie ohnehin mit ihrem Smartphone die Polizei rufen.

Wir suchen Autorinnen und Autoren

Für alle Selfpublisher:innen, die ebenfalls Interesse haben, bei einem Adventskalender mitzumachen – auch wenn die Zeit jetzt noch lang scheint, aber ihr könnt den Beitrag schon einmal teilen!

Momos Welt

Hallo Ihr Lieben,

Ich hoffe euch geht es gut. Da Weihnachten wie immer schnell vorbei gegangen ist, wie jedes Jahr und ich eigentlich schon länger die Idee hatte einen Advenstkalender zu gestalten, ist dies die Möglichkeit auf meinem Blog eine Suche bekannt zu geben. Wir Suchen nämlich 24 Selfpublisher, Autoren und Autorinnen, die gerne in dem Adventskalender sein möchten und gerne Ihr Buch verlosen möchten.

Ich finde man kann nie genug und nie früh genug mit dem Weihnachtsgeschenken und Adventskalender anfangen. Vor allem das organisatorische.

Ich hoffe ihr wisst was ich meine.

Also wenn ihr wen kennt, dann einfach gerne diesen beitrag teilen, kommentieren und andere Leute animierne mtzumachen. Schließlich habt ihr alldas was davon und ich würde gerne für euch einen Buch verlosen.

Danke fürs lesen und bis zum nächsten mal,

liebe Grüße

Eure moira

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Dunkelblaue Nacht und Kerzen – #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Diesmal kommt folgendes Monatsthema:
Schreibe eine Geschichte und lasse folgende Wörter mit einfliessen: karamellisierte Erdnüsse, Liebesgeständnis, rosarot, dunkelblau, Kerzenlicht

Es ist eine Fortsetzung dieses Beitrags und dieses Beitrages

Die Tage und Nächte in diesem Februar wurden unerwartet kalt Winter selten vorkommt. Dies lag daran, dass die kalte Luft aus dem Norden kam und der Süden noch von einem Tief gestreift wurde; aber nach ein paar Tagen war es auch im Bayerischen Wald klirrend kalt.

Die Nacht war dunkelblau, und die Sterne waren gut zu sehen. Nach solchen Nächten war damit zu rechnen, dass die Morgendämmerung schön rosarot gefärbt wäre.

Dies wollte ich mir ansehen und begab mich gegen vier Uhr morgens, in einen dicken Mantel gehüllt und mit meinem klaren Fernrohr und meiner weißen Wollmütze, nach draußen in die Landschaft. Tatsächlich schimmerte nun mein ganzer Körper in der Farbe des Schnees, wie er gerade da lag.

So wanderte ich eine Weile umher, über verschneite Wiesen und Wege und sprang über einen schmalen, noch nicht zugefrorenen Bach.

Die Morgenröte würde so schnell noch nicht kommen; dafür erblickte ich, nachdem ich über den Bach gesprungen war, in der Ferne ein Licht. Ich nahm das Fernrohr zu Hand und konnte nun erkennen, dass dort mitten im Freien ein Kerzenlicht brannte!

Als ich näherkam, erkannte ich ein paar kleine Gegenstände, die einfach umher flogen.

Dann sprangen zwei Schatten herbei – und als ich näher hinsah, waren dies zwei Eichhörnchen, die sich ein Liebesgeständnis zu geben schienen. Jedenfalls kuschelten sie sich aneinander. Und die Gegenstände, die umherflogen, waren karamellisierte Erdnüsse, die die Eichhörnchen einander zugeworfen hatten, bevor sie sich aneinander schmiegten.

Aber woher waren diese karamellisierten Erdnüsse gekommen, und wer hatte die Kerzen angezündet?

Bevor ich allzu lange darüber nachdenken konnte, hörte ich schon ein Klicken und zwei menschliche Stimmen sagen:
„Da haben wir ein paar schöne Fotos geschossen!“
„Und ich nehme noch ein Video auf!“

Da dachte ich mir:
Hinterlassen wir diesen beiden Menschen noch ein Andenken!

Mit einem Stab, den mir die Elfen und Feen ebenfalls mitgegeben hatten, konnte ich nämlich unter anderem Bewegung in Flammen bringen. Und so gelang es mir, einen einigermaßen sauberen Schriftzug in die Flammen zu legen:

Grüße aus der Feen- und Elfenwelt von mir, Ennemmbold

Damit konnte ich die Menschen ziehen lassen, und die zwei Eichhörnchen durften sich ungestört miteinander vergnügen.

Die Montagsfrage #111 – Liest du auch Bücher, die in einem anderen Kulturkreis spielen als deinem eigenen (Fantasy & SciFi nicht mitgezählt)?

Diese Montagsfrage stammt von Aequitas et Veritas.

Und hierzu möchte ich gerne ein paar Bücher nennen, die ich, teilweise vor langer Zeit, gelesen habe und die aus ganz anderen Kulturkreisen stammen:

Amitav Ghosh: Bengalisches Feuer

Schön schräges Buch von einem indischen Autor, spielt in Indien und einem fiktiven Kleinstaat auf der Arabischen Halbinsel

Pramoedya Ananta Toer

Ein indonesischer Autor, der wegen seiner Meinung auch schon im Gefängnis sitzen musste – habe ich etwa zwei Romane gelesen, ist aber schon lange her.

Nagib Machfus: Miramar

Ein ägyptischer Literaturnobelpreisträger, der Titel bezieht sich auf ein Hotel in Ägypten, schildert manche Tristesse.

Juri Rytcheu: Wenn die Wale fortziehen

Ein Autor vom Volk der Tschuktschen im Nordosten Sibiriens, schildert hier eine Geschichte aus der Vorzeit seines Volkes.

Velma Wallis: Das Vogelmädchen und der Mann, der der Sonne folgte

Eine Autorin vom Volk der Athabasken in Alaska erzählt eine Legende von ihrem Stamm.

Das Wetter an der Grenze zum Wochenende – #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Diesmal kommt folgendes Monatsthema:
Du bist für einen Tag Wettermoderator/in – Schreibe den Text für deine Wettervorhersage fürs Wochenende – sei dabei möglichst originell – Lügen oder Katastrophenvorhersagen sind erlaubt

Am Wochenende wird sich eine Grenze verschieben – die zwischen dem kalten Nordosten und dem noch milden Süden und Südwesten. So zeigte sich das Wetter in den letzten Tagen über Mitteleuropa; und es soll weiterhin grenzwertig bleiben, nur dass sich die Grenze eben verschiebt.

Direkt an der Grenze, irgendwo über Mitteldeutschland, treffen auch schon eine Schneeflocke und ein Regentropfen aufeinander.

Und so sagt die Schneeflocke zu dem Regentropfen:
„Ihr könnt euch jetzt in den Süden verziehen! Ab März dürft ihr hierher zurückkehren.“

Der Regentropfen erwidert:
„Ich werde mir deine Form merken; und wenn ich dich dann hier nicht mehr sehe, werde ich davon ausgehen, dass du zu Boden gefallen und dort inzwischen geschmolzen bist! Denn bei euch Schneeflocken sieht ja keine so aus wie die andere!“

Daraufhin wird ein heftiger Sturm aufkommen, der den Regentropfen nach oben in eine Wolke befördert, die sich im März über Mitteleuropa abregnen wird. Die Schneeflocken aber werden schon nächste Woche hier zu Boden fallen.

Also geben Sie auf sich acht an diesem Wochenende!

Die weiße Mütze und das kristallklare Rohr – #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Diesmal kommt folgendes Monatsthema:
Schreibe eine Geschichte und lass folgende Wörter mit einfliessen: Schnee, herrlich, kristallklar, aufgeregt, Wollmütze

Es ist eine Fortsetzung dieses Beitrags

Dieser Feentee tat gut nach der Kälte draußen. Er schimmerte in roten, gelben und grünen Tönen, schmeckte auch wie eine Mischung aus Hagebutte, Kamille und Minze und anderen Kräutern. Ich konnte ihn in Ruhe trinken; doch fragte ich mich schon ein wenig aufgeregt, was mich hier noch erwarten könnte. Das teils schrille Gelb und Rosa, mit dem die Wände des Elfenhauses teilweise gefärbt waren, taten ihren Teil dazu. Doch ab und zu mischten sich auch ein paar beruhigende Blautöne darunter.

Nach etwa einer halben Stunde kam die Elfe Ellifer erneut auf mich zu, eine Elfe mit gelben Augen und blauen Haaren und blauen Flügeln. Mit ihrer halb singenden Altstimme erklärte sie mir:
„Für dich haben die Feen, Kobolde und Elfen eine neue Aufgabe, Ennemmbold. Und zwar darfst du ab heute eine weiße Wollmütze benutzen, die deinem ganzen Körper die Farbe des Schnees verleiht, je nachdem, in welcher Schattierung dieser gerade gefärbt ist. Ist das nicht schon einmal herrlich?“

„Ja, vielleicht!“

„Du erhältst aber noch etwas anderes: Ein ganz klares Rohr, mit dem du weit in die Ferne sehen, aber auch Leute in deiner Nähe besser beobachten kannst, ohne dass diese etwas davon merken!“

Und sie reichte mir eine weiße Wollmütze sowie ein Rohr, etwa einen halben Meter lang und wahrlich kristallklar, so dass es von Ferne gar nicht mehr zu sehen sein durfte. Auch das Band, mit dem ich es mir um die Schulter hängen konnte, war durchsichtig. Am Vorderteil des Rohres entdeckte ich einen Ring, an dem ich drehen konnte, wenn ich durch das Rohr blickte. Wie zu erwarten, konnte ich damit die Sichtweite verstellen.

Jetzt aber sagte Ellifer:
„Komm, und feiere ein wenig mit uns! Am Nachmittag kannst du dann mit deinem Feenpickel immer noch sicher nach Hause gelangen.“

Die Kälte und der bläuliche Feenpickel – #WritingFriday

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Diesmal kommt folgendes Monatsthema:
Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Bitterkalt fing dieser Tag an und ich hatte die Befürchtung, dass…” beginnt.

Bitterkalt fing dieser Tag an und ich hatte die Befürchtung, dass der Weg einerseits glatt war, aber der See noch nicht ganz zugefroren. Es gab keine andere Möglichkeit, um zum Elfenhaus zu gelangen, als über diesen engen, teils steilen Pfad. Und an diesem Vormittag sollte dort der Plan für die zweite Januarhälfte besprochen werden!

Mein Haus lag an dem einen Ende dieses Weges, damit ich diese Stelle gut überwachen konnte. Meine Aufgabe war es dabei im Winter, zu kontrollieren, ob die Feen, Elfen und Kobolde auch weiß wurden, sobald sie die Grenze zur Menschenwelt passierten. Zu anderen Jahreszeiten mussten sie sich dabei mit Feenstaub oder ähnlichen Zaubermitteln vorübergehend unsichtbar machen; aber im Winter genügte es, wenn sie weiß wurden, um nicht erkannt zu werden.

Denn in Sobrenau, der nächstgelegenen Stadt, wollten die Menschen nicht an Feen, Elfen oder Kobolde glauben, sondern erschraken stets, wenn sie eine erblickten. Deshalb hatten die Elfen den Weg zu ihrem Stützpunkt in dieser Gegend auch an einem entlegenen Platz errichtet, zu dem nur ein enger, steiler Weg führte.

Für mich als Sterblichen war es aber nicht immer einfach, diesen Weg zu beschreiten, ich konnte dabei auch einmal ausrutschen. Also suchte ich mein Haus ab, in der Hoffnung, den Feenpickel zu finden, den ich einmal für besondere Wetterlagen erhalten hatte. Nach einigem Suchen fiel mir ein, dass ich ihn draußen vor das Zaungatter gelegt haben könnte, wo ich oftmals Hilfsmittel für draußen aufbewahre.

Heute musste ich allerdings erst im Schnee buddeln, bis ich schließlich etwas freigelegt hatte: Einen hellblau schimmernden Stab mit einem Haken. Ja, das war der Feenpickel!

Mit ihm begab ich mich auf den schmalen Pfad, der zunächst noch ebenerdig am See entlang führte. Dieser See trug schon eine Eisschicht, die allerdings noch nicht dick genug sein durfte, um einen erwachsenen Menschen zu tragen.

Nach etwa einem halben Kilometer aber stieg der Weg an, sah tatsächlich ziemlich glatt aus, fiel zudem an seiner linken Seite zum See hin steil ab, und auf seiner rechten Seite erhob sich eine Felswand.

Da richtete ich den Feenpickel nach oben – und tatsächlich, dessen Stab wuchs beträchtlich in die Länge, hakte sich oben fest!

Und auch mich hielt er fest, als ich ihn mit beiden Händen fasste und einen Fuß vor den anderen setzte. Der Rest des Weges wurde dann schon zu einem Spaziergang, der Stab schien mich quasi bergauf zu ziehen, auch mit meinen dicken Handschuhen!

Oben erblickte ich schon das blau-rosa schimmernde Elfenhaus, zu dem dann nur noch etwa hundert Meter durch tiefen Schnee zurück zu legen waren.

Drinnen begrüßte mich schon die Elfe Ellifer:
„Schön, dass du so gut hergefunden hast, Ennemmbold! Gibt jetzt bald auch Wichtiges zu besprechen; aber hier hast du erst einmal eine Tasse heißen Feentee!“

Fortsetzung wird bald folgen