Die himmelblaue Marmelade – #WritingFriday, KW 22

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Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Jetzt bin ich ein paar Wochen lang nicht dazu gekommen – dafür enthält folgende Geschichte eine Mischung aus allen Schreibthemen des Mai:

Jasmin hatte schon immer an Magie geglaubt. Doch als sie dann tatsächlich sah, wie die Rosenranken, welche die Tür zur Villa ihrer Großmutter blockierten, vor ihr zurückwichen, als sie nur ihr Smartphone vor ihnen hin und her bewegte – und zudem dieses Smartphone zu ihr sprach:
„Dazu benutzt du mich jetzt auch noch – aber diese Rosen wollen nicht fotografiert werden! Hör lieber weiter Musik, wenn du schon tagelang nicht telefonierst!“
Da war sie tatsächlich sicher, ein paar magische Fähigkeiten von ihrer Großmutter geerbt zu haben! Ihre Mutter schienen diese Fähigkeiten bei der Vererbung übersprungen zu haben, ebenso wie die Haarfarbe. Denn die Haare ihrer Mutter waren blond, Jasmins Haare ebenso wie die ihrer Großmutter hingegen schwarz.

Eigentlich hatte Jasmin diese Villa nur so einmal wieder aufsuchen wollen, da diese Oma einen Monat zuvor im Pflegeheim gestorben war, sie aber bisher keine Zeit gefunden hatte. In dieser Zeit waren die Rosen so wild gewachsen – vielleicht auch ein Grund, weshalb bislang niemand diese Villa erwerben wollte.
Ein anderer Grund war, dass im Dorf gemunkelt wurde, eine zugereiste Frau namens Anna wäre hierin einmal spurlos verschwunden.

Auf dem Tisch lagen unter anderem ein Fingerhut sowie ein paar Nähnadeln, aber auch eine Schreibmaschine stand auf ihm. Computer hatte sich ihre Oma nie angewöhnt, wohl aber in frühester Jugend schon das Schreiben mit so einer mechanischen Maschine. Darin hatte sie ein paar beschriebene Blätter hinterlassen, auf denen sie ein paar Rezepte hinterlassen hatte, vor allem zum Kochen von Marmelade.
Auf dem letzten dieser Blätter wurde Jasmin aber doch stutzig: Vor Jahren hatten sie beide einmal von einer Marmelade in hellem Himmelblau geschwärmt, und warum Heidelbeerkonfitüre immer so dunkel war. Hier aber gestand ihre Oma:

Vor einigen Tagen erhielt ich Besuch, von einer Anna aus der Nachbargemeinde, mit der ich mich vor einiger Zeit auf einem Fest über Marmeladen unterhalten hatte.
Sie war noch keine dreißig, musste aber bald an Leukämie sterben, war unheilbar. Da hatte ich Mitleid und gewährte ihr den Wunsch, in meiner Villa auf angenehme Weise aus dem Leben zu scheiden. Und zwar wollte sie in meiner Badewanne in Marmelade ertrinken. Dabei hatte sie eine Vorahnung, sobald sie den Himmel erreicht hätte, dass die Marmelade dann die Farbe annehmen würde, die den Himmel in diesem Moment beherrschte. Und an diesen Tagen bekamen wir einen wolkenlosen, strahlendblauen Himmel.
Tatsächlich färbte, nachdem Anna wohl ein paar Minuten vorher ihr Leben ausgehaucht hatte, die Marmelade sich himmelblau! Wer immer von euch dies liest, ihr könnt noch ein paar Gläser davon mitnehmen!

Jasmin begab sich ins Badezimmer, wo die Badewanne von Holzbrettern eingeschlossen war, die in ihrer Zusammensetzung an einen Sarg erinnerten. Auf dem Tisch daneben aber lag ein Zettel, auf dem in Maschinenschrift geschrieben stand:

Seht im Kühlkeller nach!

Jasmin begab sich in den Keller der Villa; und dort standen ein paar Gläser mit himmelblauer Marmelade!

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Zurückgeschaut auf den – April 2019

Hier gibt es noch einmal schöne Kommentare zu einem meiner Bücher – gerade dort, wo es bei mir abgeschnitten wird 🙂 :

Ich lese

Gemeinsam mit Kejas Blogbuch schauen wir auf den April zurück. Ich bin spät – ich hatte schon angefangen und dann vergessen weiter zu machen…tsetse

| Neuzugänge |

Jennifer Worth – Call the Midwife 1 – Ruf des Lebens

Da ich diese Serie sehr mag, hab ich zugegriffen, als ich es gesehen habe.

| Ich lese aktuell … |

Habeney, Andrea – Das Haus der Hüterin 03 – Das leere Bild

| Gelesen/Gehört | 

Bechert, Fanny – Countdown to Noah Band 1 – Gegen Bestien

Bechert, Fanny – Countdown to Noah Band 2 – Unter Bestien

Ich hab gleich beide hintereinander gelesen, da der erste einen bösen Cliffhanger hatte und dann im Band zwei auch nahtlos weiter ging.

Fuchs, Salome – Nimmerlands Fluch

Ein böser Peter Pan – das war schon mal eine neue Version. Hat mir auch gut gefallen.

Schimmelpfennig, Norbert – Das Tor vorm Moor und hinterm Schatz

Das habe ich vom Autor…

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Luis’ deplatzierte Zeichnungen – #WritingFriday, KW 17

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Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Gewähltes Monatsthema:

Schreibe eine Geschichte die mit dem Satz “Luis konnte nicht aufhören und musste wieder…” beginnt.

Luis konnte nicht aufhören und musste wieder Bilder von anderen Ludwigs oder Louis malen, etwa von Ludwig XIV. oder Ludwig II. von Bayern.
Solange er dies nur im Kunstunterricht tat, war es ja noch in Ordnung. Aber neulich hatte er gar mit einem dicken Filzstift eine Strichzeichnung dieser beiden Könige in den Aufzug gezeichnet. Da hatten seine Eltern mit ihm geschimpft und gesagt:
„Wenn du so gut zeichnen kannst, darfst du auch die Namen aller Hausbewohner sauber aufschreiben!“
So musste er die Namen der Nachbarn sauber auf Etiketten schreiben, welche die Nachbarn anschließend auf ihre Klingeln kleben konnten. Denn bei einigen der vorhandenen Klingelschilder war der Name ziemlich unschön geschrieben, andere hatten bei ihren Wohnungen gar keinen Namen stehen. Jedenfalls freuten sich die meisten von ihnen über diese Aktion.

Diesmal also konnte es der elfjährige Luis nicht lassen, abermals diese Könige zu zeichnen, und zwar im Musiksaal auf die Büste eines weiteren Ludwig, nämlich Ludwig van Beethoven, während die Lehrerin gerade in die Unterhaltung mit einer Kollegin vertieft war; die Stunde hatte noch nicht angefangen. Darum saßen noch nicht alle Schüler auf ihren Plätzen.
Nun ertönte auf dem Klavier das Schicksalsmotiv des Anfangs von Beethovens fünfter Symphonie, worüber sie neulich im Unterricht gesprochen hatten. Als Luis sich umdrehte, sah er aber, dass am Klavier niemand saß!

Aufrecht saß Luis im Bett – war er nicht eben noch im Musiksaal der Schule gestanden? Wohl nicht wirklich; außerdem war jetzt Samstag…
Trotzdem war ihm bald danach, aufzustehen und etwas zu essen. So sehr, dass er den Frühstückstisch für sich und seine Eltern deckte. Dabei entdeckte er weiter hinten im Geschirrschrank ein paar Teller, die schon lange nicht mehr benutzt worden waren, und er stellte sie auf den Esstisch.

Als seine Eltern aufgestanden waren und sich mit ihm an den Frühstückstisch setzten, sagte zunächst seine Mutter:
„Das ist aber nett von dir, dass du den Tisch für uns alle gedeckt hast; hast du schon lange nicht mehr gemacht! Und mit den alten Märchentellern – weißt du noch, von welchem Geburtstag die sind?“
„Ja, als ich fünf wurde!“, erwiderte er. Und jetzt sagte sein Vater:
„Und dass du jetzt mir den Teller mit dem König hingestellt hast; früher wolltest du den immer am liebsten haben! Den Zwerg aber wolltest du nie!“
Dazu meinte Luis:
„Heute sollst du mal der König sein und Mama die Königin, und ich ein Zwerg! Aber wenn Lisa nächste Woche von ihrer Klassenreise zurück ist, darf sie das Schneewittchen sein, und ich der Jäger!“

Schimmelpfennig, Norbert – Das Tor vorm Moor und hinterm Schatz

Hier ist jetzt eine neue Rezension zu einem meiner Bücher!

Ich lese

Autor: Schimmelpfennig, Norbert
Titel: Das Tor vorm Moor und hinterm Schatz
Verlag: Selfpublisher
Erscheinungsdatum: 3. Juli 2015
Seitenanzahl Printbuch: 120 Seiten
Genre: Fantasy, Jugend, Kinder
Zeitraum 29.03.19-03.04.19
ISBN: 978-3-7380-6270-0
Bereits gelesene Bücher der Autoren – noch keines – aber dafür einige seiner Geschichten, die er auf seinem Blog veröffentlicht.

Klappentext

… hinterm Schatz, den sie finden können – je nachdem, wie sie ihn sich vorher verdient haben.
In einer Kleinstadt treibt der Brausebrecher sein Unwesen, bricht in Wohnungen ein, hinterlässt überall eine Brausetüte.
Familie Drickberg hat ebenfalls viel Spaß. Allerdings ist auch die Firma, in welcher der Vater arbeitet, vom Konkurs bedroht.
Da kommen dem Vater in der Nacht Erinnerungen an seine Kindheit zu Hilfe, an Abenteuer mit zwei weiteren Kindern – nämlich mit dem Problemschüler Thombi, der aus prekären Verhältnissen stammte, sowie Siusannia, die gerne Model werden wollte und die sich ihre Magersucht nicht eingestehen konnte.
Gemeinsam entdecken sie…

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So fühlt mein Blog – #WritingFriday, KW 15

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Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Gewähltes Monatsthema:
Schreibe über die Gefühle deines Blogs.

Etwas mehr als zwei Jahre bin ich nun schon alt. In meinen ersten Monaten wurden bei mir ein paar Rezensionen untergebracht, die zuvor schon anderswo veröffentlicht wurden.
Länger als ein Jahr konnte ich viel schlafen. Aber im Mai letzten Jahres stieß mein Betreiber auf eine interessante Schreibaktion, die von da an immer wieder freitags in Erinnerung kam.
Dies fing mit einem Buchrätsel an, für das sich mein Betreiber ebenfalls drei Bücher auswählte. Gleichzeitig ließ er sich von der Bloggerin Elizzy in ihre Aktion der Schreibfreitage aufnehmen.

So kamen seitdem mehr weniger regelmäßig neue Beiträge zu mir, die meisten davon kurze Fantasy-Geschichten. Den Höhepunkt des Jahres erlebten wir dann am 13. Dezember. Im Zuge eines Adventskalenders veröffentlichte jeden Tag in der Adventszeit 2018 je eine Bloggerin oder Blogger eine Kurzgeschichte, und mein Betreiber war am 13. Dezember dran. Darin erzählte er ein modernes Wintermärchen, welches im folgenden Januar von ihrer Ausgangssituation her schon teilweise realistisch schien. Dieser Beitrag stand dann auch für einen Tag im Focus, zog die bis dahin mit Abstand größte Aufmerksamkeit auf sich.

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Bis heute blieb dies der Beitrag mit den meisten Likes insgesamt. Kürzlich aber wurde dieser Tagesrekord an Likes noch einmal übertroffen, auch wenn es dann insgesamt etwas weniger blieben als beim Adventsbeitrag. In dieser Geschichte, die also an ihrem Erscheinungstag die meisten Likes pro Tag erhielt, erzählte mein Betreiber von einem verlassenen Haus in einem Moor; und hierfür griff er auf Motive aus seinem Roman „Das Tor vorm Moor“ zurück, mit zwei Bergen, einer „Spaßspitze“ und einer „Schreckensspitze“.

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Dann folgte noch eine mehr realistische Geschichte über eine Nacht ohne Laterne, und jetzt ist es vorübergehend etwas ruhiger für mich geworden, an den letzten Freitagen gab es offenbar zu viel anderes zu tun. Aber wie mein Betreiber mir versichert, wird es grundsätzlich weitergehen; und es werden bei Gelegenheit auch ein paar ausstehende Rezensionen und Meinungen zu Filmen oder Serien zu mir kommen. Vielleicht darf ich gespannt sein.

Nacht ohne Laterne – #WritingFriday, KW 13

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Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Gewähltes Monatsthema:
Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Es war eine Nacht, wie es sie nie zuvor gegeben hatte. Zum ersten Mal sah man …“ beginnt.

Es war eine Nacht, wie es sie nie zuvor gegeben hatte. Zum ersten Mal sah man Tiere, die sonst vom Licht abgeschreckt wurden.

Dies war so gekommen: Der Sturm am Abend zuvor hatte eine Fichte umgeknickt, und diese war gegen die einzige Straßenlaterne in dieser kleinen Straße geknallt, hatte jedenfalls deren Lampe zerstört.
Zwei Häuser standen in dieser kleinen Straße, und deren Bewohner traten vor die Türen. Einer von ihnen, der alte Herr Schwarzschmidt, fing an, nach drüben zu rufen:
„Seht ihr uns noch?“
„Ja; und ihr seht ganz schwarz aus!“, rief Herr Lichtbrecher aus dem anderen Haus zurück.
Frau Schwarzschmidt-Meierdunkel, die Tochter des alten Herrn Schwarzschmidt, rief ihrerseits aus:
„Mal sehen, ob wir uns in der Mitte treffen und im Dunkel anstoßen können!“
Dann stieg sie mit einem Glas und einer Flasche Sekt die Stufen zur Straße hinab. Das gleiche tat Frau Lichtbrecher aus dem anderen Haus; und in der Mitte der Straße trafen sie aufeinander. Sie öffneten ihre Sektflaschen, deren Korken irgendwo im Dunkel verschwanden, und gossen Sekt in ihre Gläser.
„Ich glaube, ich habe mir etwas auf den Fuß geschüttet!“, sagte Frau Lichtbrecher, worauf Frau Schwarzschmidt-Meierdunkel meinte:
„Ich glaube, ich auch. Aber jetzt versuchen wir einmal, ohne Missgeschicke anzustoßen!“
Inzwischen hatten sich ihre Augen aber so gut an das Dunkel gewöhnt, dass ihre Sektgläser ohne Probleme zueinander fanden.

Währenddessen schlichen Romina Lichtbrecher und Julius Schwarzschmidt-Meierdunkel, die etwa zwölf Jahre alten Kinder der beiden Familien, zu der umgestürzten Fichte.
„Da kriechen ja alle möglichen Tierchen umher“, meinte Julius. Romina ihrerseits sagte:
„Sieh dort – ein Fuchs! Hätte nie gedacht, dass es so nah bei unserem Haus welche gibt!“
Jetzt sah auch Julius diesen Fuchs, der schon einen Moment später mit einer Beute im Maul wieder davon eilte.
Er entdeckte noch etwas anderes:
„Dort kriecht etwas herum – könnte eine Schlange sein!“
Romina, deren Augen sich ebenfalls gut an das Dunkel gewöhnt hatten, trat näher heran und meinte:
„Muss eine Ringelnatter sein – toll, dass wir solche Tiere so in unserer Nähe haben!“
Julius’ Vater trat hinzu und sagte:
„Ja; genießen wir es, solange das Licht noch kaputt ist!“

Im Moor am Fuß zweier Berge – #WritingFriday, KW 11

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Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.
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Gewähltes Monatsthema:
Beschreibe so genau wie möglich ein altes verlassenes Haus, dass sich in einer Moorlandschaft befindet. Versuche dabei folgende Wörter mit in deinen Text einzubauen: Kaffeebohnen, rubinrot, Familiengeheimnis und versunken.

In einem Moor im Voralpenland steht ein Holzhaus, in dem nur noch Frösche und Kröten wohnen. Durch die zerbrochenen Fenster kann man sie gut quaken hören. Gerade um den Kamin herum haben sie es sich gemütlich gemacht, seit dieser mit Wasser gefüllt ist, das wohl bei starken Regenfällen durch den Schornstein heruntergekommen ist. Der Boden ist auch großenteils von Moos bewachsen.

Allerdings liegen auf diesem Boden auch allerhand Kaffeebohnen verstreut. Nachts schwebt über ihnen manchmal ein rubinroter Widderkopf. Man sagt, man müsse ihm nur ein paar Kaffeebohnen ins Maul stecken, dann würde er ganz freundlich und erzähle lustige Geschichten.

An den Wänden hängen Schwarzweißfotos, wahrscheinlich von früheren Bewohnern, vielleicht gar von den letzten. Ganz genau weiß niemand, wann die letzten Bewohner verschwunden sind. Durch ein weiteres zerbrochenes Fenster genießt man eine gute Aussicht auf die nächstgelegenen Gipfel: die Spaßspitze und die Schreckensspitze – die eine mit einem flachen Gipfel, die andere wild gezackt.

Eine Kunde besagt, sie wären im Moor versunken. Eine andere wiederum erzählt von einem besonderen Familiengeheimnis. Demnach hätten die letzten Bewohner dem schwebenden Widderkopf so viele Kaffeebohnen angeboten, dass dieser davon regelrecht berauscht wurde, eine besonders intensiv-rubinrote Färbung annahm und sie direkt auf die Spaßspitze führte. Dort verschaffte er ihnen, im Einvernehmen mit anderen Berggeistern, allerhand Vergnügungen, unter anderem ein schnelles Karussell. Danach waren sie so berauscht, dass sie vergaßen, sich bei den Berggeistern für das Vergnügen zu bedanken. Vielmehr verscheuchten sie die Bienen und Grashüpfer, in die sich die Berggeister verwandelt hatten.

Dafür wurden sie auf die Schreckensspitze verbracht. Auf dieser muss man sich normalerweise nur einer persönlichen Angst stellen, und man kann wieder ins Tal zurück. Diese Bewohner aber sollen so berauscht gewesen sein, dass sie Hals über Kopf zu fliehen versuchten und dabei in eine tiefe Felsspalte stürzten.

Vielleicht waren sie aber auch in Kröten und Frösche verwandelt worden und suchten sich deshalb ihr Haus als Bleibe aus, und auch ihre Nachkommen blieben gerne …

Freude über Leserinteresse – #WritingFriday, KW 8

Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

 

Gewähltes Monatsthema:

Schreibe darüber wie man dir eine Freude machen kann.

Im letzten Jahr war es doch eine neue Erfahrung für mich, als ich auf lovelybooks eine Verlosung veranstaltete. Sechs Exemplare eines Kinderbuches hatte ich dabei zu verlosen.

Die Aktion wurde nicht im Newsletter von lovelybooks erwähnt, aber dennoch meldeten sich ein paar mehr Leserinnen, als ich Printexemplare zu vergeben hatte. Denen, auf die das Los nicht fiel, bot ich ein eBook an. Zwei Leserinnen reagierten auch darauf interessiert.

Wobei ich nun die besondere Freude verspürte, waren die Kommentare mancher Leserinnen, wie sie sich für ein Exemplar interessierten, und wie einige auch ihre Freude ausdrückten, ausgewählt worden zu sein.

Von den acht, denen ich nun ein Print oder eBook schickte, meldeten sich dreie nicht mehr; und von den übrigen schrieben einige eine bessere, andere eine schlechtere Rezension. Eine Gewinnerin eines eBooks drückte sich ähnlich wie eine Lehrerin aus, bei der man den Unterricht stört.

Interessant war auch, dass sich Teenager und junge Erwachsene begeistert zeigten von einem Buch, das ich eigentlich ursprünglich für bis zu 12 Jahre gedacht hatte. Leserinnen mittleren Alters konnten damit hingegen weniger anfangen.

Insgesamt ist aber die Freude darüber unvergessen, wie interessiert sich so viele Leserinnen während des Bewerbungsvorgangs ausdrückten.

Jack, sein Schwert und ein Herz – #WritingFriday, KW 7

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Diese Aktion wurde von ELIZZYs #WritingFriday von ihrem Blog read books and fall in love ins Leben gerufen. Hier ist mein Beitrag für diese Woche.

Gewähltes Monatsthema:
Schreibe eine Geschichte die mit dem Satz “Jack griff zu seinem Schwert und zögerte dann doch, denn…” beginnt.

Jack griff zu seinem Schwert und zögerte dann doch, denn dieses Pferd war ihm mittlerweile ans Herz gewachsen, auch wenn es „Bad Giant“ hieß, also „Böser Riese“.
Riesig war dieser schwarze Hengst tatsächlich, am Widerrist höher als Jacks Kopf. Im Galopp hatte er seinen Reiter über die Waldwege getragen, bis zu diesem See mit der felsigen Insel inmitten. Auf dieser Insel sollte ein magischer Sattel verborgen liegen. Doch könnte er dorthin nur auf einem Tier gelangen, dem er auch das Herz durchbohrte, so hatte es die Hexe Equizida ihm gesagt. Ob nur zum Seeufer, oder auch bis zur Insel, war nicht ganz klar. Von hier aus sah er ohnehin keine Möglichkeit, auf die Insel zu gelangen, ohne selber zu schwimmen.

Sein Lieblingspferd hatte er darum schon daheim gelassen und sich diesen Gaul zugelegt, den niemand haben wollte, weil er nach anderen Pferden trat. Auf dem Ritt hierher hatte er sich jedoch brav verhalten, daher zögerte Jack, ihm sein Schwert ins Herz zu stoßen.
Wie er so in Gedanken auf dem Pferd saß, hörte er hinter sich etwas galoppieren. Und als er sich umdrehte, erblickte er einen Kentaur, der etwas Seltsames auf dem Rücken trug.
Dieser Kentaur kam näher, und jetzt meinte Jack eine Art Herz zu erkennen, das über dessen Rücken schwebte und auf diesen Rücken schlug.
Und schon sprach der Kentaur zu ihm:
„Ich heiße Hurron, und mich hat die Fee Heartfly einst verzaubert, aus Rache, dass ich ihre Liebe nicht erwiderte, ihr gar das Herz brach. Dafür zauberte sie ein Herz herbei, das mir seitdem immer auf den Rücken schlägt, an das ich selbst aber mit meinen Beinen nicht fassen kann. Und es lässt sich auch nicht etwa an einem Baum abstreifen. Vor kurzem aber haben die Feen und Hexen in dieser Gegend beschlossen, dass meine Strafe beendet werden könnte, wenn sich jemand bereit erklärt, dieses Herz zu zerstören!“
„Und da denkst du an mich?“, fragte Jack. „Würdest du mich dafür auch auf die Insel tragen?“
„Ja, das könnte ich, denn ich kenne auch ein paar flache Stellen in dem See! Doch jetzt darfst du erst einmal zuschlagen!“
Jack ergriff sein Schwert und schlug damit nach dem schwebenden Herz über dem Rücken des Kentauren. Und schon löste sich dieses Herz in Luft auf!
Der Kentaur atmete auf und sagte zu Jack:
„Jetzt setz dich auf meinen Rücken, und ich trage dich zu dem magischen Sattel! Wenn du auf ihm sitzt, kannst du mit deinen Pferden sprechen!“

Dies tat Jack, und der Kentaur trug ihn auf einem Zickzackpfad durch den See bis zur Insel und dort zu einem Loch in den Felsen, in dem Jack einen Sattel entdeckte, der zunächst wie ein gewöhnlicher Sattel aussah.
Er nahm ihn an sich; und der Kentaur trug ihn mit dem Sattel zurück ans Ufer des Sees, wo Bad Giant schon auf sie zu warten schien.

Hurron der Kentaur verabschiedete sich, und Jack setzte seinem Pferd den neuen Sattel auf. Sobald er dann er auf diesem Sattel saß, sagte er zu Bad Giant:
„Zu Hause verträgst du dich aber mit den anderen Pferden im Stall!“
Dieser schien ihn tatsächlich zu verstehen und erwiderte in einem wiehernden Ton:
„Ja, das werde ich! Bei meinem früheren Herrn war es unerträglich, da habe ich meinen Frust an anderen Pferden ausgelassen!“
„Bei mir brauchst du das nicht!“, sagte Jack noch. „Ich werde dich genauso gut behandeln wie meine übrigen Pferde. Und jetzt schnell heim!“
„Ich bin schon gespannt“, erwiderte Bad Giant. „Du wirst mich nicht extra antreiben müssen!“
Und er galoppierte drauflos.